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Jones, E. (1924). Psychoanalyse und Anthropologie: Vortrag, gehalten vor dem Royal Anthropological Institute, London, 19. Februar 1924. Imago, 10(2-3):133-158.

(1924). Imago, 10(2-3):133-158

Psychoanalyse und Anthropologie: Vortrag, gehalten vor dem Royal Anthropological Institute, London, 19. Februar 1924

Ernest Jones

Wenn ein auf bestimmtem Wissensgebiet Arbeitender den Forschern eines fremden Arbeitsgebietes einige seiner Resultate vorlegt, in der Hoffnung, daß ihre Anwendung auf neue Tatsachen von Nutzen und Interesse sein könnte, so muß er dabei mit besonderer Vorsicht und Bescheidenheit verfahren. Diese Zurückhaltung ist besonders notwendig, wenn das eigene Tätigkeitsgebiet solche Besonderheiten zeigt wie die Psychoanalyse, die darauf gefaßt sein muß, bei allen nicht mit ihr Vertrauten auf Unglauben und Ablehnung zu stoßen. Jeder Eindringling, der es wagt, sich mit Vorschlägen in die Arbeit einer fremden Forschergruppe einzumengen, muß auf eine instinktive, wenn auch höflich verhüllte Ablehnung gefaßt sein, die sich nur verstärken kann, wenn seine Vorschläge so unerwünscht und wenig schmeichelhaft sind, wie oft die Psychoanalyse.

Nichtsdestoweniger haben mich drei Überlegungen ermutigt, der Einladung unseres Präsidenten folgend, etwas über unsere Arbeit zu sagen und auf die Bedeutung hinzuweisen, die sie nach meinem Dafürhalten für die anthropologische Forschung hat. Ein Psychologe hat erstens ein gewisses Anrecht, an solchen Studien teilzunehmen, da ja die seelischen Tatsachen, die hier erforscht werden, einen Teil seines eigenen Gebietes ausmachen. Er sollte im Grunde beim Beurteilen der Interpretation der seelischen Phänomene, beim Einschätzen ihres Sinnes und ihrer Bedeutung ebensoviel mitzureden haben wie der Sammler dieser Daten; daß er bisher von diesem Recht so wenig Gebrauch gemacht hat, war eine Folge der Rückständigkeit seiner eigenen Wissenschaft und nicht aus der Situation selbst abzuleiten.

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