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Heise, K. (1924). Der Kuckuck und die Meise: im Volksmunde und dem Volksglauben der Braunschweiger. Imago, 10(2-3):340-342.

(1924). Imago, 10(2-3):340-342

REFERATE

Der Kuckuck und die Meise: im Volksmunde und dem Volksglauben der Braunschweiger

Karl Heise

„Eine etwas merkwürdige Zusammenstellung! Ich habe sie deshalb gewählt, weil der gewalttätige Kuckuck mit der kleinen, allerdings vorwitzigen Meise in einem Volksreime zusammengestellt wird. Dieser lautet:

Kuckuck und die Pimpelmese

Saten beide im Lowe;

Kuckuck nam en stiewen Stel

Slaug die Mese in't Oge

Warum hast du dat edan,

Hast de Mese in't Oge slan.

Die Meise achtete man früher für heilig und unverletzlich. In welchem Ansehen sie stand, können uns die alten Weistümer lehren, die auf ihren Fang eine schwere Buße setzten, nämlich dafür dieselbe Strafe wie für einen Hirsch. Der Niederdeutsche braucht ihren Namen meist in der Verkleinerungsform Meseke, und da er sich wenig um die verschiedenen Arten kümmert, so spricht er für gewöhnlich nur von der Blimeseke, d. i. die Blaumeise, denn Piepmeseke braucht er nur noch im Vergleiche, wenn er eines Kindes Schwächlichkeit kennzeichnen will.“

So wird ein Aufsatz über „Der Kuckuck und die Meise im Volksmund und dem Volksglauben der Braunschweiger“ eingeleitet. Ein Versuch der Deutung wird nicht gegeben, die Notwendigkeit einer solchen aber mit der merkwürdigen Zusammenstellung herausgefordert. Sie ergibt sich sofort mit Hilfe der Symbole. Wörtlich betrachtet ist der Reim sinnlos. Der Kuckuck ist schon in seiner eigenen Art ungesellig, und sein Verhalten gegen andere Vögel alles andere wie gesellig. Ihm einen steifen Stiel anzudichten, den er auch nur gelegentlich nehmen könnte, ist ohne Vorbild, daher auch die Möglichkeit, damit zu schlagen.

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