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Sterba, R. (1924). Zur Analyse der Gotik. Imago, 10(4):361-373.

(1924). Imago, 10(4):361-373

Zur Analyse der Gotik

Richard Sterba

Die Kunst entwickelt sich vom kindlichen Traum bis zur überweiblichen Neurose und erreicht ihren Höhepunkt in den Zeiten der größten psychischen Not, wo das Volk durch seine Künstler über dem Abgrund der Hysterie mit der bewundernswerten Virtuosität eines Nachtwandlers zu balancieren vermag.

(Otto Rank, Der Künstler.)

Die Psychoanalyse, die auf so vielen Geistesgebieten für das Verständnis bisher ungeklärter psychischer Phänomene von fruchtbringendster Bedeutung war, vermag gerade über die künstlerischen Sublimierungsprodukte die folgereichsten Aufschlüsse zu geben, weil sie die Quellen der Triebkräfte zu diesen kulturell so bedeutungsvollen Erzeugnissen aufgedeckt hat und weil es ihr durch das Studium der Neurose und des Traumes möglich ist, die Kenntnis der Entwicklung und Umbildung — des Schicksals — dieser relativ einfachen, in steter Wiederholung auftauchenden primären Faktoren des künstlerischen Gestaltungsdranges bis in das hohe Niveau des großen Kunstwerks zu verfolgen.

Gerade die Gotik gab der psychologischen Forschung eine Reihe von Rätseln; vor allem begriff man ihre Allgemeinheit nicht, ihre Allgültigkeit, die von Frankreich bis gegen Rußland und vom Norden Deutschlands und höher über die Alpenländer bis nach Venedig und tiefer nach Italien zog.

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