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Kuhnen, R.H. (1924). Psychoanalyse und Baukunst. Imago, 10(4):374-388.

(1924). Imago, 10(4):374-388

Psychoanalyse und Baukunst

Regierungsbaumeister Hans Kuhnen

I

Einleitung

Die Psychoanalyse hat, indem sie auf das Wesen der Kunst ein ganz neues Licht fallen ließ, der Ästhetik wertvolle Wege der Erkenntnis erschlossen.

Von Außenstehenden hat die Psychoanalyse immer wieder den Vorwurf hören müssen, daß ihre Ergebnisse sich auf Material stützen, welches aus der Erforschung des Seelenlebens neurotisch Erkrankter gewonnen worden sei, und daß daher ihre Anwendung auf Gebieten des normalen Geisteslebens eine unberechtigte Verallgemeinerung darstelle. Wenn nun auch dieser Vorwurf auf einer völligen Außerachtlassung psychischer Tatbestände, dem Ableugnen jeglicher unbewußten Vorgänge und Zusammenhänge beruht, so dürfte dennoch jeder Beitrag zur angewandten Psychoanalyse willkommen sein, dessen Material sich nicht unmittelbar auf den Aussagen in einer Krankenanalyse aufbaut, sondern beim Vergleiche des sich stets wiederholenden Stoffes und der baukünstlerischen Motive sich in notwendiger Deutung ergibt.

Der vorliegende Versuch will die Psychoanalyse auf einem praktischen Gebiete der Kunst zur Anwendung bringen, das auf den ersten Anschein hin keine allzu große psychoanalytische Ausbeute verspricht, der praktischen Baukunst im weitesten Sinne (der Garten-, Ingenieur-, Stadtbaukunst, Architektur) die, wie ja schon ihre Klassifizierung in der ästhetischen Wertlehre als „unfreie“ Kunst besagt, Bedingungen unterworfen ist, welche die Betätigung der frei spielenden schaffenden Phantasie in bestimmt und fest umrissene Grenzen nüchterner Lebensforderungen bindet.

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