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Reich, W. (1927). Furrer, A.: Der „moralische Defekt“, das Scnuld- und Strafproblem in psychanalytischer Beleuchtung. Orell Füssli-Verlag, Zürich 1926.. Imago, 13(1):141-142.
    

(1927). Imago, 13(1):141-142

Furrer, A.: Der „moralische Defekt“, das Scnuld- und Strafproblem in psychanalytischer Beleuchtung. Orell Füssli-Verlag, Zürich 1926.

Review by:
W. Reich

In dieser verdienstvollen kleinen Arbeit wird gezeigt, wie groß die Bedeutung der liebevollen Erziehung für die Herstellung der moralischen Hemmungen ist. „Je weniger zärtliche Liebe einem kleinen Kinde geschenkt wird, desto weniger wird es geneigt sein, auf primitive Triebbefriedigungen zu verzichten und die Libido … in gesellschaftsgerechte Bahnen hineindrängen zu lassen.“ Die Bedeutung der Milieuwirkungen für die Entwicklung der Sublimierungsfähigkeit wird mit Recht besonders hervorgehoben. Die Angst, die im Schuldgefühl gefunden wird, sei erst in zweiter Linie Straffurcht, im Kern sei sie Angst vor drohendem Liebesverlust.

Für nicht zutreffend halten wir die Ansicht, daß „hochgradige Liebesunfähigkeit, das Unvermögen, zärtliche ‚Objektbindungen’ herzustellen, die konstitutionelle Grundlage des moralischen Defektes“ sei. Die Analysen „moralisch Defekter“ — der weniger wertende Begriff „triebhafter Charakter“ wäre vorzuziehen — zeigen, daß die als angeboren imponierende Liebesunfähigkeit ein Erfolg allzu brutaler oder (seltener!) zuviel gewährender Erziehung ist. Davon abgesehen ist schwer vorzustellen, wie Liebesunfähigkeit angeboren sein sollte, da doch nur die Libido, an erogene Zonen gebunden, mitgebracht wird und die Objektliebe, wie Freud gefunden hat, sich erst relativ spät entwickelt; auf die Art dieser Entwicklung hat einzig das Erlebnis Einfluß.

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