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Freud, S. (1913). III. Beiträge zur Traumdeutung: 1. Ein Traum als Beweismittel. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(1):73-78.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(1):73-78

III. Beiträge zur Traumdeutung: 1. Ein Traum als Beweismittel

Sigm. Freud

Eine Barne, die an Zweifelsucht und Zwangszeremoniell leidet, stellt an ihre Pflegerinnen die Anforderung, von ihnen keinen Moment aus den Augen gelassen zu werden, weil sie sonst zu grübeln beginnen würde, was sie in dem unbewachten Zeitraum Unerlaubtes getan haben mag. Wie sie nun eines Abends auf dem Diwan ausruht, glaubt sie zu bemerken, daß die diensthabende Pflegerin eingeschlafen ist. Sie fragt: Haben sie mich gesehen?; die Pflegerin fährt auf und antwortet: Ja, gewiß. Sie Kranke hat nun Grund zu einem neuen Zweifei und wiederholt nach einer Weile dieselbe Frage. Die Pflegerin beteuert es von neuem; in diesem Augenblicke bringt eine andere Dienerin das Abendessen.

Dies ereignet sich eines Freitag abends. Am nächsten Morgen erzählt die Pflegerin einen Traum, der die Zweifel der Patientin zerstreut.

Traum. Man hat ihr ein Kind gegeben, die Mutter ist abgereist, und sie bat das Kind verloren. Sie fragt unterwegs die Leute auf der Straße, ob sie das Kind gesehen haben. Dann kommt sie an ein großes Wasser, geht über einen schmalen Steg. (Dazu später ein Nachtrag: Auf diesem Steg ist plötzlich die Person einer anderen Pflegerin wie eine Fata Morgana vor ihr aufgetaucht.) Dann ist sie in einer ihr bekannten Gegend und trifft dort eine Frau, die sie als Mädchen gekannt hat, die damals Verkäuferin in einem Eßwarengeschäft war, später aber geheiratet hat, Sie fragt die vor ihrer Tür stehende Frau: Haben Sie das Kind gesehen? Die Frau interessiert sich aber nicht für diese Frage, sondern erzählt ihr, daß sie jetzt von ihrem Manne geschieden ist, wobei sie hinzufügt, daß es auch in der Ehe nicht immer glücklich geht. Dann wacht sie beruhigt auf and denkt sich, das Kind wird sich schon bei einer Nachbarin finden.

Analyse. Von diesem Traum nahm die Patientin an, daß er sich auf das von der Pflegerin abgeleugnete Einschlafen beziehe.

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