Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To convert articles to PDF…

PEP-Web Tip of the Day

At the top right corner of every PEP Web article, there is a button to convert it to PDF. Just click this button and downloading will begin automatically.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Freud, S. (1913). I. Beiträge zur Traumdeutung: 1. Märchenstoffe in Träumen. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(2):147-151.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(2):147-151

Mitteilungen

I. Beiträge zur Traumdeutung: 1. Märchenstoffe in Träumen

Sigm. Freud

Es ist keine Überraschung, auch aus der Psychoanalyse zu erfahren, welche Bedeutung unsere Volksmärchen für das Seelenleben unserer Kinder gewonnen haben. Bei einigen Menschen hat sich die Erinnerung an ihre Lieblingsmärchen an die Stelle eigener Kindheitserinnerungen gesetzt; sie haben die Märchen zu Deckerinnerungen erhoben.

Elemente und Situationen, die aus diesen Märchen kommen, finden sich nun auch häufig in Träumen. Zur Deutung der betreffenden Stellen fällt den Analysierten das für sie bedeutungsvolle Märchen ein. Von diesem sehr gewöhnlichen Vorkommnis will ich hier zwei Beispiele anführen. Die Beziehungen der Märchen zur Kindheitsgeschichte und zur Neurose der Träumer werden aber nur angedeutet werden können, auf die Gefahr hin, die dem Analytiker wertvollsten Zusammenhänge zu zerreißen.

I

Traum einer jungen Frau, die vor wenigen Tagen den Besuch ihres Mannes empfangen hat: Sie ist in einem ganz braunen Zimmer. Durch eine kleine Tür kommt man auf eine steile Stiege, und über diese kommt ein sonderbares Männlein ins Zimmer, klein, mit weißen Haaren, Glatze und roter Nase, das im Zimmer vor ihr herumtanzt, sich sehr komisch gebärdetund dann wieder zur Stiege herabgeht. Es ist in ein graues Gewand gekleidet, welches alle Formen erkennen läßt. (Korrektur: Es trägt einen langen schwarzen Rock und eine graue Hose.)

Analyse: Die Personsbeschreibung des Männleins paßt ohne weitere Veränderung auf ihren Schwiegervater. Dann fällt ihr aber sofort das Märchen von Rumpelstilzchen ein, der so komisch wie der Mann im Traume herumtanzt und dabei der Königin seinen Namen verrät. Dadurch hat er aber seinen Anspruch auf das erste Kind der Königin verloren und reißt sich in der Wut selbst mitten entzwei.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.