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Reitler, R. (1913). Prof. E. Bleuler. Das autistische Denken. (Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen. IV. Band, I. Hälfte. F. Deuticke. Wien und Leipzig 1912.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(2):169-177.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(2):169-177

Kritiken und Referate

Prof. E. Bleuler. Das autistische Denken. (Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen. IV. Band, I. Hälfte. F. Deuticke. Wien und Leipzig 1912.)

Review by:
Rudolf Reitler

Der terminus technicus „Autismus“ wurde von Bleuler zuerst in einer Arbeit über Schizophrenie (in Aschaffenburgs Handbuch der Psychiatrie) dem wissenschaftlichen Sprachschatze eingefügt. Es soll mit diesem Worte das wichtigste Symptom der Schizophrenie bezeichnet werden: Das krankhafte „Vorwiegen des Binnenlebens mit aktiver Abwendung von der Außenwelt.“ Diese Interesseverschiebung begründet aber nicht nur die schizophrenen Denkfehler und Wahnideen, sie spielt ebenso im gewöhnlichen Schlaftraume, wie im Tagtraume der Hysterischen und Gesunden eine wesentliche Rolle, desgleichen in der Mythologie, im Aberglauben, kurz in all den vielen Abweichungen des logischen Denkens von der Realität.

In der im III. Bande des Jahrbuches erschienenen Arbeit Jungs „Über die zwei Arten des Denkens“ wird so ziemlich dasselbe Thema behandelt, nur bezeichnet Jung das „autistische“ Denken Bleulers als „Träumen“ oder „Phantasieren“ und das was Bleuler das „logische“ oder „realistische“ Denken nennt, als das „gerichtete“, dessen charakteristisches Merkmal es sei, daß es „für die Mitteilung mit sprachlichen Elementen arbeitet, mühsam und erschöpfend ist“; es schafft „Neuerwerb, Anpassung, imitiert Wirklichkeit und sucht auch auf sie zu wirken.“ Das „Träumen und Phantasieren“ hingegen „wendet sich von der Wirklichkeit ab, befreit subjektive Wünsche und ist hinsichtlich der Anpassung gänzlich unproduktiv.

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