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PEP-Web Tip of the Day

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Tausk, V. (1913). V. Entwertung des Verdrängungsmotivs durch Rekompense. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):230-239.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):230-239

V. Entwertung des Verdrängungsmotivs durch Rekompense

Victor Tausk

I

Freuds Entdeckung, daß das Vergessen von Vorstellungen allemal durch ein Unlustmotiv bedingt ist, stellt das korrelative Problem: wie kommt es, daß die verdrängte Vorstellung nach einer Serie von freien Einfällen wieder ins Bewußtsein tritt? Hat etwa die Vorstellung im Verlauf der Assoziationen ihre Unlustbetonung verloren oder hat die Unlust ihre Qualität als Verdrängungsmotiv eingebüßt? In diesen Fassungen ergibt sich das Problem aus einer allgemeinen psycho biologisch en Denkgewohnheit. Die Antwort, die im Sinne Freuds von diesem Standpunkt aus auf die Frage zu geben ist, lautet: das Subjekt nimmt eine geringere Unlust — die Unlust, die mit der Reproduktion der verdrängten Vorstellung verbunden ist — auf sich, um eine größere, die aus dem Versagen der intendierten Denktätigkeit entspringt, zu verhüten. Insofern es sich um psychische Fehlleistungen normaler, zweckbewußt denkender Menschen handelt, darf man dem Bedürfnis nach ungestörter psychischer Leistung wohl die Kraft zumuten, den Widerstand gegen das Erinnern im Gedankengang fälliger, aber verdrängter Vorstellungen, zu überwinden. Die Parallele mit der Neurose ergibt sich von selbst. Dort ist es der Druck der Krankheit, der den Antrieb zur Gesundung und somit zur Aufhebung der Verdrängung liefert. In allen Fällen sehen wir, daß die Unlustverhütung, die durch die Verdrängung bezweckt wird, eine relative ist: die Überwindung des Widerstandes ist der relativen Entwertung des Verdrängungsmotivs durch die Androhung der größeren Unlust zuzuschreiben, die aus dem Versagen der zweckbewußten Denktätigkeit hervorgeht. Der Gewinn an psychischer Leistungsfähigkeit, der sich aus der Verfügung über eine nicht entbehrliche Vorstellung ergibt, ist die Lustprämie für die Überwindung des Widerstandes.

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