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PEP-Web Tip of the Day

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Friedland, J. (1913). 3. Heilung eines hysterischen Symptoms mittels Selbstanalyse. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):254-256.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):254-256

3. Heilung eines hysterischen Symptoms mittels Selbstanalyse

Julius Friedland

Patient — Schreiber dieser Zeilen — ist Mittelschullehrer, 31 Jahre alt, seit sechs Jahren verheiratet, kinderlos. Vater gesund, Mutter hysterisch, Patient selbst konstitutionell normal, abgesehen von einer Hypospadie, welche samt dem im allgemeinen nicht kräftigen Körperbau, Erbteil von Vaters Seite ist. Im Jünglingsalter führte er ein zurückgezogenes Gelehrtenleben und litt viel unter einem ausgeprägten Minderwertigkeitsgefühl, die ihrerseits wieder als Reaktion intensive geistige Beschäftigung auslöste. Etwa seit dem 13. Jahre traten beim Patienten Krämpfe in der Bauchgegend auf, die er als Folgen der jugendlichen Selbstbefriedigung auslegte.

Diese wurden auch ärztlich behandelt, doch ohne Erfolg, da die Ursache von keinem der Ärzte entdeckt wurde. Bloß einer von ihnen gab der Vermutung Ausdruck, daß die Krämpfe Onaniefolgen sein könnten, dies wurde aber vom verschämten Patienten energisch bestritten beziehungsweise abgeleugnet.

Die Krämpfe waren von kurzer Dauer, aber sehr schmerzhaft, linderten sich, wenn er saß oder die Kauerstellung einnahm und schwanden schnell auf warme Umschläge. Ob schon damals oder später auch Diarrhoe den Krämpfen folgte, kann nicht mit Sicherheit erinnert werden. Die Regelmäßigkeit, mit der sich die Krämpfe auf Selbstbefriedigung einstellten, ließen beim Patienten die vorerwähnte ärztliche Vermutung zur Gewißheit steigern, was wieder zur energischen Entwöhnungsaktion führte, die auch durch einen anderen Umstand, die Objektfindung, erleichtert wurde.

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