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Abraham, K. (1913). 4. Zur Psychogenese der Straßenangst im Kindesalter. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):256-257.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):256-257

4. Zur Psychogenese der Straßenangst im Kindesalter

Karl Abraham

Bei Neurotischen, welche sich ängstigen, ohne die Begleitung bestimmter Personen die Straße zu betreten, findet man sehr gewöhnlich eine zweite Phobie: die Angst vor dem Alleinsein im Hause. Es handelt sich um Menschen, denen ihr Unbewußtes nicht gestattet, sich aus dem Bannkreis derjenigen Personen zu entfernen, an welche ihre Libido sich fixiert hat. Jeder Versuch dieser Kranken, dem Verbot ihres Unbewußten zuwider zu handeln, rächt sich durch einen Angstzustand.

Ein fünfjähriger Knabe, mit beiden genannten Phobien behaftet, lieferte kürzlich ganz spontan — also nicht etwa auf ärztliches Befragen — eine Bestätigung dieser psychoanalytischen Erfahrung. Die Äußerung des Kleinen ist in ihrer Bestimmtheit und lapidaren Kürze so erstaunlich, daß ich sie hier mitteilen und mit einigen Worten kommentieren möchte.

Der Knabe ist infolge seiner heftigen Angst nicht zu bewegen, die elterliche Wohnung allein zu verlassen, um die im Nebenhause wohnenden Verwandten zu besuchen, obwohl er zu diesem Behuf nicht einmal die Straße zu überschreiten braucht. Ebenso ängstigt er sich, wenn seine Mutter die Wohnung verläßt, obwohl dann das Kinderfräulein bei ihm bleibt. Neuerdings weigert er sich auch, in Begleitung des Kinderfräuleins spazieren zu gehen.

Als nun die Mutter den Knaben einmal aufforderte, in Begleitung des Kinderfräuleins einen Spaziergang zu machen, widersetzte er sich und erklärte in bestimmtem Tone: „Ich willkein Spazierkind sein, ich will ein Mutterkind sein“.

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