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Weiß, K. (1913). 8. Strindberg über Fehlleistungen. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):268-269.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):268-269

8. Strindberg über Fehlleistungen

Karl Weiß

„… Nach einer Weile kam der Graf wirklich und er trat ruhig an Esther heran, als habe er sie zu einem Stelldichein bestellt.

-    Hast du lange gewartet? fragte er mit seiner gedämpften Stimme.

-    Sechs Monate, wie du weißt, antwortete Esther; aber hast du mich heute gesehen?

-    Ja, eben im Straßenbahnwagen; und ich sah dir in die Augen, daß ich mit dir zu sprechen glaubte.

-    Es ist viel „geschehen“ seit dem letztenmal.

-    Ja, und ich glaubte, es sei zwischen uns aus.

-    Wieso?

-    Alle Kleinigkeiten, die ich von dir bekommen habe, gingen entzwei, und zwar auf eine okkulte Weise. Aber das ist eine alte Wahrnehmung.

-    Was du sagst! Jetzt erinnere ich mich an eine ganze Menge Fälle, die ich für Zufälle hielt. Ich bekam einmal ein Pincenez von meiner Großmutter, während wir gute Freunde waren. Es war aus geschliffenem Bergkristall und ausgezeichnet bei den Obduktionen, ein richtiges Wunderwerk, das ich sorgfältig hütete. Eines Tages brach ich mit der Alten, und sie wurde auf mich böse.

Da geschah es bei der nächsten Obduktion, daß die Gläser ohne Ursache herausfielen.

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