Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To use the Information icon…

PEP-Web Tip of the Day

The Information icon (an i in a circle) will give you valuable information about PEP Web data and features. You can find it besides a PEP Web feature and the author’s name in every journal article. Simply move the mouse pointer over the icon and click on it for the information to appear.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Deutsch, A. (1913). 9. Symptomhandlungen auf der Bühne. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):269-273.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):269-273

9. Symptomhandlungen auf der Bühne

Adolf Deutsch

In seinem Buche „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“ spricht Freud von Zufallshandlungen, die im Gegensatz zu solchen des „Vergreifens“, welche mit dem Vorwande der Ungeschicklichkeit gedeckt werden, „die Anlehnung an eine bewußte Intention verschmähen und also des Vorwandes nicht bedürfen. Sie treten für sich auf und werden zugelassen, weil man Zweck und Absicht bei ihnen nicht vermutet. Man führt sie aus ‚ohne sich etwas bei ihnen zu denken’, nur ‚rein zufällig’, ‚wie nur die Hände zu beschäftigen’, und man rechnet darauf, daß solche Auskunft der Nachforschung nach der Bedeutung der Handlung ein Ende bereiten wird.“

Nach gründlicher Analyse zahlreicher Zufallshandlungen ist Freud zur Überzeugung gekommen, „daß sie eher den Namen von Symptomhandlungen verdienen. Sie bringen etwas zum Ausdruck, was der Täter selbst nicht in ihnen vermutet, und was er in der Regel nicht mitzuteilen, sondern für sich zu behalten beabsichtigt.“

Er gruppiert sie in solche Handlungen, die man gewohnheitsmäßig vornimmt (Spielen mit der Uhrkette, Zwirbeln am Barte usw.) oder regelmäßig unter gewissen Umständen (Spielen mit einem Stock, Kritzeln mit einem Bleistift usw.) oder nur vereinzelt unter besonderen Umständen.

Solche Handlungen werden nicht nur an neurotischen, sondern auch an gesunden Menschen beobachtet. Im Verkehr können sie oft unliebsame Verstimmungen hervorrufen. Wer Menschenkenner ist und die tiefere Bedeutung einer solchen Symptomhandlung erfaßt, also eine wenn auch unbewußte Absicht erkennt, kann verstimmt werden; um so mehr aber noch ein psychologisch Ungeschulter, der hinter einer solchen Symptomhandlung eine bewußte Absicht vermuten oder erkennen will. „Je nervöser zwei Menschen sind, desto eher werden sie einander Anlaß zu Entzweiungen bieten, deren Begründung jeder für seine eigene Person ebenso bestimmt leugnet, wie er sie für die Person des anderen als gesichert annimmt.“

Wer

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.