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Stegmann, M. (1913). Dr. jur. Max Rudolf Senf: Narzißmus. (Sexualprobleme, Zeitschrift für Sexualwissenschaft und Sexualpolitik. März 1913.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):277-278.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):277-278

Dr. jur. Max Rudolf Senf: Narzißmus. (Sexualprobleme, Zeitschrift für Sexualwissenschaft und Sexualpolitik. März 1913.)

Review by:
Margarete Stegmann

Verfasser schildert drei Formen von auf der Grundlage des homosexuellen Charakters entstandenem Narzißmus und nennt sie: a) Integritätserotik; b) Inspirationserotik; c) Konturerotik.

Der Integritätserotiker wird von dem Bewußtsein beherrscht, daß die eigene sexuelle Anziehungskraft durch die Unberührtheit geschaffen, gesteigert und unterhalten wird; es lebt deshalb in ihm der Drang des Niemalsunterliegens. Die sexuelle Lust entsteht aus dem Kampfe gegen die von außen andringende Begehrlichkeit, die durch eigene Wünsche verstärkt sein kann; das Gefühl des Obsiegens gibt die Befriedigung. Onanie vermehrt dabei die lustbetonte Sicherheit, niemals der Begehrlichkeit eines anderen zum Opfer zu fallen.

Der Integritätswunsch kann sich zu seiner Durchsetzung einer totalen Trennung des Psychischen vom Physischen bedienen, so daß es dem Individuum möglich ist, sich animalisch auszurasen, ohne daß die Seele etwas davon weiß. Verfasser findet hier den Übergang zu den Lustverbrechern. In weniger markanten Fällen bietet das Individuum das Bild eines Menschen, der bei noch so verfeinertem Innenleben nicht lieben kann und seinen Geschlechtstrieb befriedigt, wie andere körperliche Bedürfnisse.

Bei der Inspirationserotik findet Verfasser die sexuelle Entspannung und die Quelle aller Wollust in dem eigenen seelischen Wirken. Wie der Normalmensch vom sexuellen Verlangen, so wird der Inspirationserotiker von dem Zwange, zu schaffen, überfallen. Es tauchen plötzlich Gedanken und Kombinationen in ihm auf und während er sich selbst wie körperlos erscheint, gestaltet er instinktiv, wittert den einzigen Weg zur Lösung und meistert die Ausdrucksmittel, als hätten sie in ihrer Sprödigkeit ihm nie zuvor höchste Qual verursacht. Auch ihm ist das Liebesgefühl (beizufügen wäre wohl: das persönliche, Ref.) fremd, aber sein ganzes Dasein ist Erotik.

Für den Konturerotik er ist charakteristisch, daß ihm ein seltsames Gefühl des eigenen Körpers, das dem normalen Menschen fremd ist, die sexuelle Entspannung vermittelt.

Lustquelle ist die Kultivierung des Körpers, deren wichtigste Mittel die Körperpflege, das Sichkleiden sind.

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