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Rank (1913). F. Karsch-Haack: Das gleichgeschlechtliche Leben der Naturvölker. (Verlag Ernst Reinhardt, München 1911. Preis 15 Mark, geb. 17 Mark. 668 Seiten mit 7 Abbildungen im Text und 7 Vollbildern.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):281-282.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):281-282

F. Karsch-Haack: Das gleichgeschlechtliche Leben der Naturvölker. (Verlag Ernst Reinhardt, München 1911. Preis 15 Mark, geb. 17 Mark. 668 Seiten mit 7 Abbildungen im Text und 7 Vollbildern.)

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Die vorliegende Studie des durch Vorarbeiten auf diesem Gebiet bereits bekannten Verfassers tritt als erster Band eines auf mehrere Abteilungen und zahlreiche Bände berechneten Sammelwerkes „Forschungen über gleichgeschlechtliche Liebe“ auf. Das ungeheure und hochinteressante Material, das der Verfasser in langjähriger Sammel- und Forschungsarbeit gewonnen und gesichtet hat, fuhrt zu dem Ergebnis, daß bei allen Naturvölkern ohne Ausnahme eine mehr oder minder große Zahl von Individuen beider Geschlechter dazu neigt, die Rolle des anderen Geschlechtes bald in einigen, bald in fast allen Beziehungen zu übernehmen. Mit Recht tritt daher der Verfasser den unverständlichen und mißverständlichen Auffassungen entgegen, welche in der gleichgeschlechtlichen Liebe lediglich eine Entartungserscheinung des Einzelnen wie ganzer Völker sehen wollen oder eine auf schnöde Spekulation berechnete Entäußerung jeder höheren Menschlichkeit und Gesittung. „Die bei den Naturvölkern zur Beobachtung gekommenen Erscheinungen gleichgeschlechtlichen Lebens machen auf jeden Unbefangenen den Eindruck elementarster Natürlichkeit“ (S. 664). Die Psychoanalyse nimmt mit Befriedigung von diesem Befund Kenntnis, der die gleichgeschlechtliche Neigung nicht als spezielle Eigenart einer besonderen Gattung des Homo sapiens in Anspruch nimmt, sondern sie als allgemein-menschliche Erscheinung zu begreifen sucht.

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