Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To access PEP-Web support…

PEP-Web Tip of the Day

If you click on the banner at the top of the website, you will be brought to the page for PEP-Web support.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Hitschmann, E. (1913). Hans Blüher: „Die deutsche Wandervogelbewegung als erotisches Phänomen.“ Ein Beitrag zur Kenntnis der sexuellen Inversion. (Berlin-Tempelhof 1912, Bernhard Weise.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):282-283.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):282-283

Hans Blüher: „Die deutsche Wandervogelbewegung als erotisches Phänomen.“ Ein Beitrag zur Kenntnis der sexuellen Inversion. (Berlin-Tempelhof 1912, Bernhard Weise.)

Review by:
E. Hitschmann

Freuds Forschungen haben unser Wissen von der Sexualität so bereichert, nuanciert und detailliert, daß die Fachausdrücke — wenn sie auch um einige vermehrt wurden — lange nicht mehr ausreichen, um die neuen Auffassungen, Abstufungen von Empfindungen u. dgi. unterscheidend zu benennen.

Für den, der Ursachen und Zusammenhänge, wie sie sich psychoanalytisch ergeben haben, nicht kennt, ergibt sich dann reichliche Gelegenheit zu Mißverständnissen. Die Benennung „homosexuell“ enthält für den Fernerstehenden, der die Erweiterung des Begriffes Sexualität, die normale Bisexualität und den Anteil der Inversion an den sozialen Gefühlen nicht kennt oder ablehnt, in jedem Fall den Beiklang des Pathologischen und überdies etwas Herabsetzendes.

Die Aufgabe, die sich der Verfasser gestellt hat, in einer idealen Jugendbewegung — dem „Wandervogel“, einem Knaben-, Jünglings- und Männerbund zwecks hygienisch-romantischer geselliger Wanderungen — den Beitrag an Inversionsneigung zu den dort herrschenden Empfindungskomplexen aufzudecken, wird sich daher durch Mißverständnis in den weiten Volkskreisen und den offiziellen wissenschaftlichen Kreisen undankbar erweisen.

Um so höher ist diese Arbeit, die auf dem Boden der Psychoanalyse steht, von unserer Seite zu werten, da sie ohne Bedenken und ohne viel ethischen Aufwand, aus der speziellen Erfahrung heraus, den sexuellen Beitrag an diesem eigenartig-romantischen sozialen Zusammenleben an Typen aufzeigt.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.