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Rank (1913). Zum Familienkomplex. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):290-296.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(3):290-296

Varia

Zum Familienkomplex

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a) Aus Dichtern

In dem „Anton Reiser“, der Selbstbiographie von Karl Philipp Moritz finden sich folgende für den Psychoanalytiker interessante Ausführungen über den Familienroman und Elternkomplex sowie seine Beziehung zum dichterischen Schaffen.

„Noch eine Empfindung aus den Jahren seiner Kindheit ist vielleicht nicht unschicklich hier herangezogen zu werden — er dachte sich damals zuweilen, wenn er andere Eltern als die seinigen hätte und die seinigen ihn nun nichts angingen, sondern ihm ganz gleichgültig wären. — — Über den Gedanken vergoß er oft kindische Tränen — seine Eltern mochten sein, wie sie wollten, so waren sie ihm doch die liebsten — und er hätte sie nicht gegen die vornehmsten und gütigsten vertauscht. — Aber zugleich kam ihm auch schon damals das Sonderbare Gefühl von dem Verlieren unter der Menge, und das es noch so unzählig viele Eltern mit Kindern außer den seinigen gab, worunter sich diese wieder verloren.“ (S. 256 f.).

„So ist die Wahl des Schrecklichen ebenfalls ein schlimmes Zeichen, wenn das vermeinte poetische Genie gleich zuerst darauf verfällt; denn freilich macht sich hier das Poetische auch schon von selber und die innere Leerheit und Unfruchtbarkeit soll durch den äußeren Stoff ersetzt werden. — Dies war der Fall bei Reisern schon in Hannover auf der Schule, wo er Meineid, Blutschande und Vatermord in einem Trauerspiel zusammenzuhäufen suchte, das „Der Meineid“ heißen sollte, und wobei er sich dann immer die wirkliche Aufführung des Stückes und zugleich den Effekt dachte, den es auf die Zuschauer machen würde.

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