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Jones, E. (1913). I. Der Gottmensch-Komplex: Der Glaube, Gott zu sein, und die daraus folgenden Charaktermerkmale. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(4):313-329.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(4):313-329

Originalarbeiten

I. Der Gottmensch-Komplex: Der Glaube, Gott zu sein, und die daraus folgenden Charaktermerkmale

Ernest Jones

(Dezember 1912.)

Jeder Psychoanalytiker ist sicherlich Patienten begegnet, unter deren unbewußten Phantasien sich auch eine sehr merkwürdige befand, in der der Kranke sich selbst mit Gott identifizierte. Eine solche megalomanische Phantasie wäre kaum verständlich, wenn wir nicht wüßten, wie eng die Vorstellungen von Gott und Vater zusammenhängen, so eng, daß, vom rein psychologischen Standpunkt aus, die erste einfach als vergrößerte, idealisierte und projizierte Form der zweiten angesehen werden kann. Die Identifizierung des eigenen Ich mit dem geliebten Objekt begegnet in einem gewissen Ausmaß bei jeder Neigung und ist ein regelmäßiger Bestandteil des Verhaltens eines Knaben seinem Vater gegenüber; jeder Knabe ahmt seinen Vater nach, stellt sich vor, daß er der Vater ist, und bildet sich bis zu einem gewissen Grad nach ihm. Es ist deshalb nur natürlich, daß ein ähnliches Verhalten sich in bezug auf den vollkommeneren himmlischen Vater entwickelt, und in der Tat wird das direkt eingeschärft sowohl in der religiösen Lehre, daß man danach streben soll, dem göttlichen Vorbild so ähnlich als möglich zu werden (d. h. es nachzuahmen), als auch in dem Glaubenssatz, daß jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist und den göttlichen Geist in sich trägt. Der Übergang von gehorsamer Nachahmung zur Identifizierung geht oft sehr schnell vor sich und im Unbewußten kommt praktisch beides auf das Gleiche hinaus. Die dem Gesandten in einem fremden Land oder dem Gouverneur einer fremden Provinz anvertraute Funktion, seinen König oder Staat zu repräsentieren, ist oft viel weiter ausgedehnt worden, wenn es eine günstige Gelegenheit gestattete, sie gegen eine größere Machtstellung einzutauschen; das römische Kaiserreich z. B. war dieser Gefahr ständig ausgesetzt. In der Religion finden wir Andeutungen desselben Prozesses, wenn sie auch natürlich weniger deutlich sind.

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