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Sadger, J. (1913). IV. Über Gesäßerotik. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(4):351-358.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(4):351-358

IV. Über Gesäßerotik

J. Sadger

Unter den zahllosen Menschen, die eine mehr oder weniger mächtige Analerotik aufweisen, gibt es eine Gruppe, die sich von den anderen durch Ausbildung besonderer Eigenschaften auszeichnet. Es sind Leute, deren geschlechtliche Lust sich weniger an den Enddarm knüpft, als an die Fortsetzung jener Zone, die Hinterbacken und zum Teil auch die Schenkel. Für die Symptome dieser Sexuallust möchte ich den Namen „Gesäß“- oder „Glutaealerotik“ vorschlagen nach dem Grundsatz: de potiori fit denominatio und bemerke vorweg, daß wirklich ein inniger Zusammenhang besteht zwischen dieser Gesäß- und der längst bekannten Analerotik. In allen von mir beobachteten Fällen stand mindestens vorher, nicht selten auch gleichzeitig mit der erstgenannten auch die letztere in voller Blüte, so daß wir die Gesäßerotik als einen Teil oder mindestens Fortsetzung der Analerotik bezeichnen müssen. Was mich veranlaßt, einen neuen und scheinbar überflüssigen Terminus zu schaffen, ist neben dem Umstand, daß der Gesäßerotik spezifische Symptome eignen, die auch nach der Verdrängung der Analerotik selbständig fortbestehen können, vornehmlich die besondere Bedeutung, welche ihr bei zwei der häufigsten Perversionen zukommt: der Homosexualität und dem Flagellantismus.

Wie schon der Name sagt, ist bei den mit ihr behafteten Personen das hauptsächlichste oder ausschließliche Sexualinteresse an die Nates geknüpft, in zweiter Linie und neben ihnen an ihre Fortsetzung, die Oberschenkel. Nicht selten besteht auch eine organische Disposition, besondere Fülle, Massigkeit und Strammheit dieser Partien. Erblichkeit und Erziehung wirken da gleicherweise bedeutsam. Nicht nur, daß meist die Aszendenten, am häufigsten die Mutter, dort ähnliche Üppigkeit oder Prallheit besitzen, wird auch durch ihre Liebesbezeugungen just an jenen Stellen die Aufmerksamkeit der Sprößlinge stets wieder von neuem dahin gelenkt.

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