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L. (1913). 2. Ein Großvatertraum. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(5):475.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(5):475

2. Ein Großvatertraum

L.

Karl, ein sehr intelligenter Junge von sieben Jahren, bekommt vor einigen Monaten einen ihm scheinbar erwünschten Bruder. Nach der Geburt ist Karl tagelang aufgeregt, beinahe schlaflos. Er ist zärtlich mit dem Brüderchen, fordert von jedem Besucher, daß er dem Kinde seine Reverenz mache; gibt dabei gut acht darauf, daß der Kleine gut versorgt, zur Zeit gestillt wird usw. Die Mutter wird von Karl außerordentlich verehrt, mit dem Vater steht er seit einiger Zeit auf einem kameradschaftlichen Fuße; früher waren auf die Mutter bezügliche Eifersüchteleien zwischen ihnen auf der Tagesordnung.

Vor einigen Tagen mußte der Vater auf eine Woche verreisen; die Mutter erlaubt Karl, während dieser Zeit im Bett des Vaters zu schlafen. Der Schlaf Karls wird auffallend besser als früher. Eines Morgens erwacht er mit einem tiefen Seufzer und ist sehr betrübt. Auf die Frage der Mutter erzählt er, daß er etwas sehr Trauriges geträumt habe: Er sei in der Unterwelt (seine Lieblingslektüre ist die griechische Mythologie) spazieren gegangen und hätte dort den Großvater (Vater der Mutter) getroffen und mit ihm eine sehr interessante Unterhaltung geführt. Er fügt der Traumerzählung hinzu, daß er sehr traurig darüber sei, daß der Großvater nicht mehr lebt, er könnte sehr viel von ihm lernen.

Der Traum ist so aufzufassen: Karl will offenbar andeuten, daß er den abwesenden Vater an die Stelle des verstorbenen Großvaters wünscht.

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