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Federn, P. (1913). Prof. Br. Ernest Jones: Der Alptraum in seiner Beziehung zu gewissen Formen des mittelalterlichen Aberglaubens. Deutsch von Dr. E. H. Sachs (Leipzig und Wien, Franz Deuticke 1912).. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(5):497-500.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(5):497-500

Kritiken und Referate

Prof. Br. Ernest Jones: Der Alptraum in seiner Beziehung zu gewissen Formen des mittelalterlichen Aberglaubens. Deutsch von Dr. E. H. Sachs (Leipzig und Wien, Franz Deuticke 1912).

Review by:
Paul Federn

Das Buch ist eine hervorragende Arbeit und enthält die Psychoanalyse der wichtigsten Formen des Aberglaubens, welche die Kultur des Abendlandes begleitet haben. In historischer Beziehung widerspricht der Titel dem Inhalt. Die abergläubischen Gestalten und Systeme entstanden wohl aus vielfachen Quellen, welche Jones mit Hilfe eines eindringenden und weitausgreifenden Wissens darlegt, aus den Resten älterer Kulte unter dem Einiluß der Kirche und kamen bereits im Mittelalter zur Entwicklung. Ihre Blute gehört aber größtenteils der Neuzeit an und sie sind offiziell als Teufelsglaube der katholischen Kirche und inoffiziell als weitherrschender Aberglaube noch heute sehr lebendig. Hexenprozesse gab es in Rußland noch zu Ende des XIX. Jahrhunderts und die Inquisition dauerte in Italien bis 1859. Die Arbeit Jones' entbehrt also durchaus nicht des aktuellen Interesses. In ethischer Hinsicht handelt es sich um die grauenhaftesten Produkte der menschlichen Grausamkeit und des menschlichen Fanatismus. Ihre Entstehung gehört viel weniger zur Geschichte der menschlichen Dummheit, wie sie Kemmerich auffaßt, als zur Entwicklung der Zwangs- and der Angstsymptome, als welche sie Jones darstellt Als solche haben sie auch eine eminente ärztliche Bedeutung und gehört ihre Besprechung in den Rahmen dieser Zeitschrift, während die kulturelle Seite der Frage, die Jones ausführlich darstellt, nur gestreift werden soll.

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