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Hitschmann, E. (1913). C. Hudovernig. Eine besondere sexuelle Neurasthenie in reiferem Alter. Med. Klinik, 1913. Nr. 13.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(5):509.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(5):509

C. Hudovernig. Eine besondere sexuelle Neurasthenie in reiferem Alter. Med. Klinik, 1913. Nr. 13.

Review by:
E. Hitschmann

Ältere Junggesellen, nahe dem 40. Lebensjahr, stellten sich dem Verfasser kurz vor Abschluß einer erst spät projektierten Ehe mit Impotenz- oder Hypopotenz-Angst vor, mit gleichzeitigen vasomotorischen Zeichen von „Angstneurose“. sowie Depression, Zweifelsucht usw. Auf kurzes Ausfragen verrieten die Patienten, daß dos primum moveus dieser psychischen Impotenz die unerwartete Abnahme der geschlechtlichen Kraft gegenüber den gewohnten Prostituierten oder dgl. war, indem diese Objekte nun widerwärtig und infektionsgefährlich erschienen. Die Aufklärung der Patienten über diesen Zusammenhang und eine optimistische Suggestion helfen rasch, die residuale banale Neurasthenie wird bald darnach gleichfalls gut.

Für den Erfahrenen bringt der Inhalt dieser Arbeit nichts Neues, der Verfasser findet es aber nötig, indem er sein Verfahren (das in einer Stunde oder in wenigen Tagen erledigt ist) „Psychoanalyse“ nennt, — auf die wissenschaftliche, gründliche Freudsche Psychoanalyse zu schimpfen und sie als schädlich zu diskreditieren. Niemand zweifelt, daß plötzlich eintretende psychische Impotenz meist auf jede suggestive Therapie reagiert. Es gibt aber Fälle von Impotenz, die wir — nach Mißlingen aller andern Methoden, — durch die psychoanalytische Methode dauernd heilen. Überdies erfahren wir die wirklichen psychischen Determinierungen. Der Verfasser hat übersehen, daß das voreheliche Sexualleben seiner Patienten und ihr langes Ledigbleiben, mit der Neigung zu Anfällen psychischer Impotenz, dieselben Determinierungen teilt, wie sich aus Freuds „Beiträgen zur Psychologie des Liebeslebens“ (Jahrbuch IT) ergibt. Ehe die — derzeit für ungenügend Vertraute paradoxen — Freudschen Forschungsergebnisse trivial geworden sein werden, wird noch viel so Oberflächliches publiziert werden.

Dr. E. Hitschmann.

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