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Freud, S. (1913). I. Die Disposition zur Zwangsneurose: Ein Beitrag zum Problem der Neurosenwahl. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):525-532.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):525-532

Originalarbeiten

I. Die Disposition zur Zwangsneurose: Ein Beitrag zum Problem der Neurosenwahl

Sigm. Freud

(Vortrag auf dem psychoanalytischen Kongreß zu München 1913.)

Das Problem, warum und wieso ein Mensch an einer Neurose erkranken kann, gehört gewiß zu jenen, die von der Psychoanalyse beantwortet werden sollen. Es ist aber wahrscheinlich, daß diese Antwort erst über ein anderes und spezielleres wird gegeben werden können, über das Problem, warum diese und jene Person gerade an der einen bestimmten Neurose, und an keiner anderen, erkranken muß. Dies ist das Problem der Neurosenwahl.

Was wissen wir bis jetzt zu diesem Problem? Eigentlich ist hier nur ein einziger allgemeiner Satz gesichert. Wir unterscheiden die für die Neurosen in Betracht kommenden Krankheitsursachen in solche, die der Mensch ins Leben mitbringt, und solche, die das Leben an ihn heranbringt, konstitutionelle und akzidentelle, durch deren Zusammenwirken erst in der Regel die Krankheitsverursachung hergestellt wird. Nun besagt der eben angekündigte Satz, daß die Gründe für die Entscheidung der Neurosenwahl durchwegs von der ersteren Art sind, also von der Natur der Dispositionen, und unabhängig von den pathogen wirkenden Erlebnissen.

Worin suchen wir die Herkunft dieser Dispositionen? Wir sind aufmerksam darauf geworden, daß die in Betracht kommenden psychischen Funktionen — vor allem die Sexualfunktion, aber ebenso verschiedene wichtige Ichfunktionen — eine lange und komplizierte Entwicklung durchzumachen haben, bis sie zu dem für den normalen Erwachsenen charakteristischen Zustand gelangen. Wir nehmen nun an, daß diese Entwicklungen nicht immer so tadellos vollzogen werden, daß die gesamte Funktion der fortschrittlichen Veränderung unterliege. Wo ein Stück derselben die vorige Stufe festhält, da ergibt sich eine sogenannte „Fixierungsstelle“, zu welcher die Funktion im Falle der Erkrankung durch äußerliche Störung regredieren kann.

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