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Prince, M. (1913). II. Die Psychopathologie eines Falles von Phobie.: Eine klinische Studie. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):533-546.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):533-546

II. Die Psychopathologie eines Falles von Phobie.: Eine klinische Studie

Morton Prince, M.D.

Der Fall von Phobie, den diese klinische Studie behandelt, bezog sich auf Türme von Kirchen und beliebigen anderen Gebäuden. Patientin, eine Frau von etwa 40 Jahren, ängstigte sich davor und bemühte sich infolgedessen, den Anblick zu vermeiden. Wenn sie an einem solchen Turm vorbeikam, trat eine sehr heftige Gemütsbewegung bei ihr ein, indem sie stets ein Gefühl von Schreck oder Beklemmung empfand, das von den gewöhnlichen, deutlich ausgeprägten körperlichen Symptomen begleitet war. Zuweilen konnte schon die Erwähnung eines Turmes diesen Affektkomplex hervorrufen, was sich äußerlich in ihrem Gesicht spiegelte, wie ich selbst bei verschiedenen Gelegenheiten beobachten konnte. Wenn man bedenkt, wie häufig man im täglichen Leben auf Kirch- und Schulhaustürme trifft, kann man sich leicht vorstellen, welche Unannehmlichkeit aus einer solchen Phobie entstand. Bevor das Geheimnis enträtselt war, vermochte sie keinerlei Erklärung über Ursprung oder Bedeutung dieser Phobie anzugeben und konnte sie mit keiner Episode ihres Lebens in Verbindung bringen, ja nicht einmal angeben, wie weit zurück sie in ihrem Leben reichte. Sie hatte eine vage Erinnerung, daß sie schon bestand, als sie etwa 14 Jahre alt war, und vielleicht schon vor dieser Zeit vorhanden war. Es muß nun bemerkt werden, daß die Vorstellung von einem Turm mit Glocken in ihrem Geistesleben keinerlei Bedeutung hatte, die die Angst erklären konnte, Sie hatte nicht mehr Bedeutung für sie als für jeden anderen. In ihrem Bewußtseinsinhalt fand sich nur die Perzeption plus dem Affekt, aber keine entsprechende Bedeutung. Daher suchte ich Ursprung und Bedeutung der Phobie durch die sogenannte psychoanalytische Methode aufzudecken.

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