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Bernfeld, S. (1913). 8. Zur unbewußten Determination des Denkprozesses: Eine Selbstbeobachtung. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):564-565.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):564-565

8. Zur unbewußten Determination des Denkprozesses: Eine Selbstbeobachtung

Siegfried Bernfeld

Im Jahre 1912 war ich mit Studien zur Lehre von der Ideenassoziation beschäftigt; ich halte schwere Bedenken gegen die üblichen Auflassungen vom Verlauf der Vorstellungen, ohne daß es mir gelingen wollte, meinen verschwommenen und unanschaulichen Gedanken eine präzise und deutliche Fassung zu geben. Da faßten sich mir meine Gedanken eines Tages plötzlich zu einem Bild von seltener Deutlichkeit zusammen: ich sah die Psyche, das Bewußte und das Unbewußte, als die Mantelfläche eines Kegels aufgerollt, dessen Spitze das Bewußtsein darstellt, von dem aus Helligkeitsstrablen sich den Mantel hinunter bewegen. Da es sich hier nicht um die Darstellung jener wissenschaftlichen Gedanken handelt, so mag die Beschreibung dessen genügen, was ich sah. Zugleich hatte ich das Gefühl, eine wertvolle und bedeutungsvolle Entdeckung gemacht zu haben; wertvoll und bedeutend zunächst für die Ökonomie meines Geistes und dann, hoffte ich, auch für die Wissenschaft. Die Erregung, die mich ergriff, war beträchtlich und dauerte lange an. Das Bild ließ mich lange nicht los. Ich habe sehr selten deutliche visuelle Vorstellungen; von eigentlichen Bildern kann ich fast nie sprechen: ich sehe innerlich gar nichts. Nur äußerst selten erlebe ich eine wirklich sichtbare Vorstellung. Es sind das regelmäßig bedeutsame Erlebnisse, die zum Ausgangspunkt für irgend eine geistige Produktion werden.

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