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Rank, O. (1913). 9. Der „Familienroman“ in der Psychologie des Attentäters. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):565-569.

(1913). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 1(6):565-569

9. Der „Familienroman“ in der Psychologie des Attentäters

Otto Rank

In meiner Abhandlung über den „Mythus von der Geburt des Helden“ (1909) habe ich darauf hingewiesen, daß der von Freud im Phantasielehen der Neurotiker aufgedeckte „Familienroman“ von hoher Abkunft, unehelicher Geburt und Verfolgung durch die Eltern, der einer bei verschiedenen Völkern typisch wiederkehrenden mythischen Erzählung zu Grunde liegt, sich in den Größen- und Verfolgungsideen der Paranoiker wiederfindet und vom Attentäter in der Realität zar Darstellung gebracht wird. Später konnte ich diese Auffassung an Hand der Biographie des Anarchisten Luccheni, der anfangs September 1898 in Genf die Kaiserin von Österreich ermordete, bestätigen und möchte nun noch weiteres Material, das mir seither bekannt geworden ist, unter diesem Gesichtspunkte betrachten.

Am 14. März Ii) 12 versuchte der italienische Anarchist Dalba ein Attentat auf den König und die Königin von Italien zu verüben, als sie zu einer Seelenmesse für den von Anarchisten ermordeten König Humbort fuhren. Bei der am 8. Oktober 1912 in Rom durchgeführten Schwurgerichtsverhandlung „erklärte Dalba stolz, er sei ein Vaterlandsloser, glaube an nichts und sei individualistischer Anarchist. Am 13. März habe er gelesen, der König würde um nächsten Tag ins Pantheon fahren. Er habe gedacht, da er ein Vaterlaudsloser sei, müsse er den Vater des Vaterlandes, während dieser sich unter Kürassiereskorte ins Pantheon begebe, töten, um zu zeigen, wessen ein Anarchist fähig sei.

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