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van Raalte, F. (1919). 2. Äußerungen der Sexualität bei Kindern. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(2):103-108.
    

(1919). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 5(2):103-108

Aus dem infantilen Leben

2. Äußerungen der Sexualität bei Kindern

Frits van Raalte

Es bat Zeiten gegeben, da die Menschen glaubten, die rechte Körperhäfte des Menschen sei wärmer als die linke; ein Napf mit Wasser sei mit einem Goldfisch ebenso schwer als ohne Goldfisch: das Los der Menschen werde beherrscht von den Sternen; der Bandwurm rühre her von Teilchen der Därme wenn diese schwach sind; das Essen von trockenem Mumienpulver bilde eine Prophylaxe gegen Epilepsie; ein Weib sei imstande, auf einem Besenstiel nach einem Hexenkongreß zu reiten; die Kinder sagen immer die Wahrheit (ex ore parvulorum veritas); die Kinder seien su unschuldig und man meint damit, daß sie asexuell sind. Wer über Kinder schreibt oder dichtet, ohne sie zu kennen, macht es wie die klassischen Anatomen, welche behaupteten, daß die Arterien Pneumoa enthielten, anstatt Blut. Sie kamen zu dieser Meinung, weil sie bei Sektionen immer fanden, daß die Arterien leer waren, da das Blut sich ins Herz zurückgezogen hatte, und sie hatten keine klinischen Erfahrungen. Die fehlerhaften Meinungen über Kinder rühren ebenfalls vom Mangel an klinisch-pädagogischen Erfahrungen her, besonders die Auffassungen über die infantile Asexualität. Und so kommt es, daß es noch immer sehr viele Leute gibt, welche glauben, daß die Sexualität in den Pubertätsjahren in den kindlichen Körper geworfen wird und in die Seele hineinfällt, etwa wie ein Stein, der von einem mutwilligen Knaben in ein wohlgeordnetes Ladenschaufenster geworfen wird.

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