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Pfeifer (1920). Dr. Fr. Pick, Über Sexualstörungen im Kriege. Vortrag, gehalten in der Vereinigung Prager Ärzte. (D. M. W. 1917.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(2):174-175.

(1920). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 6(2):174-175

Dr. Fr. Pick, Über Sexualstörungen im Kriege. Vortrag, gehalten in der Vereinigung Prager Ärzte. (D. M. W. 1917.)

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Pfeifer

Man wird auf diesen Vortrag aufmerksam, da Dr. Picks Untersuchungsergebnisse eine wertvolle Bestätigung der psychoanalytischen Behauptung über die Hauptrolle der Libidostörung bei den Neurosen und speziell auch bei den traumatischen liefern. Pick hat durch Befragen der Pfleglinge seiner Abteilung — und zwar wie aus dem Bericht zu entnehmen ist, einer gemischten — erfahren, daß unter 100 Kranken 13 über hochgradige Störungen der Sexualfunktion — mehrweniger vollständige Impotenz, ejaculatio praecox — klagten. Bei der Mehrzahl derselben lag Granaterschütterung oder Lawinenverschüttung vor [sechs Kommotionsneurosen, eine Bückenmarkserschütterung, fünf Fälle boten das Bild schwerer Neurasthenie ohne Trauma, ein Fall ist hochgradige Anämie bei colitis ulcerosa].

Die Koinzidenz von Geschlechtsstörung und Neurose ist für den Analytiker sehr lehrreich, obwohl Pick nicht mitteilt, ob die oben erwähnten 13 Fälle der Gesamtzahl der auf seiner Abteilung befindlichen Neurotiker entsprechen; doch können wir es bei einer gemischten Abteilung mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen. Jedenfalls beweisen Picks Daten, wie es auch Beobachtungen von Abraham, Ferenczi und anderen bestätigen, daß die Kriegsneurosen, besonders die traumatischen Neurosen, in fast allen Fällen mit Störungen der libido sexualis einhergehen.

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