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Nunberg, H. (1924). Über Depersonalisationszustände im Lichte der Libidotheorie: Nach einem Vortrage auf dem VII. Internat. Psychoanalyt. Kongreß in Berlin (25.-27. Sept. 1922). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 10(1):17-33.

(1924). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 10(1):17-33

Über Depersonalisationszustände im Lichte der Libidotheorie: Nach einem Vortrage auf dem VII. Internat. Psychoanalyt. Kongreß in Berlin (25.-27. Sept. 1922)

H. Nunberg

Unter Depersonalisation werden die verschiedenartigsten Zustände verstanden. Ich will mich jedoch mit Schilder darauf beschränken, damit diejenigen Zustände zu bezeichnen, in welchen das Ich und die Außenwelt dem Kranken anders als bisher, verändert und fremd erscheinen.

Die an Depersonalisation Leidenden zeigen alle Übergänge von einer einfachen, kaum merkbaren Entfremdung der Außenwelt bis zu den gröbsten Störungen des Selbstgefühles, die häufig in Klagen: „Ich habe mein Ich verloren,“ gipfeln.

Es ist vielleicht erklärungsbedürftig, warum die Entfremdung der Außenwelt und des Ichs unter dem einen Begriff „Depersonalisation“ zusammengefaßt werden. Erstens ist es praktisch kaum möglich, hier eine scharfe Grenze zu ziehen, denn wo eine Entfremdung der Außenwelt eintritt, stellt sich zugleich eine Ichentfremdung ein und umgekehrt. Zweitens hat die psychoanalytische Forschung gezeigt, daß in gewissen Stadien der Ich- und Libidoentwicklung die Außenwelt als Bestandteil des Ichs empfunden wurde, und daß sich erst später eine Scheidung zwischen „innen“ und „außen“ einstellt. Jedoch ist diese im Laufe der Entwicklung mühevoll errichtete Ich-grenze nie eine absolute. Es gibt Störungen, bei welchen der alte Zustand von Einheit des Ichs und der Außenwelt sich wieder einstellt. In schweren pathologischen Fällen, wie z. B. in der Schizophrenie, ist dies am deutlichsten. Es ist daher begreiflich, daß Störungen des Verhältnisses zur Außenwelt vereint mit Störungen der Ichwahrnehmung auftreten. Somit erscheint es gerechtfertigt, daß wir beide unter „Depersonalisation“ verstehen.

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