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Reich, W. (1924). PAUL SCHILDER: Über den Wirkungswert psychischer Erlebnisse und über die Vielheit der Quellgebiete der psychischen Energie. (Arch. f. Psych., B. 70, H. 1. 1923.). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 10(3):316.
    

(1924). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 10(3):316

PAUL SCHILDER: Über den Wirkungswert psychischer Erlebnisse und über die Vielheit der Quellgebiete der psychischen Energie. (Arch. f. Psych., B. 70, H. 1. 1923.)

Review by:
W. Reich

Der Autor, welcher schon in früheren, hier referierten Arbeiten den Versuch anstellte, psychoanalytische Anschauungsweisen auf himpathologische Phänomene anzuwenden, kommt zu allgemeinen Formulierungen über die Quellgebiete der psychischen Energie, wobei unter „Quellgebiet“ nicht der Entstehungsort, sondern die Umschaltungs-, bzw. Verteilungsstelle verstanden wird. Die „psychische Energie“ ist durchaus biologisch gemeint, und der Gehalt des Begriffes knüpft innigst an Freuds Begriff der libidinösen Energie an. Neben dem psychischen Wirkungswert der Erlebnisse gibt es auch somatische Komponenten. Die Hyper- und Akinesen der Postenzephalitis, die Paraphasien Apha-sischer sowie gewisse katatone Haltungen der Schizophrenie weisen auf die Bedeutung des Kortex und Subkortex als abändemde Schaltapparate der Energie hin. Die kortikalen Antriebsstörungen sind ichnäher als die subkortikalen. Die „Gesetzmäßigkeiten, die die Psychoanalysfe auf psychischem Gebiet fcstgestellt hatte (gelten auch) für Energieverschiebungen tieferer Stufen.“ (Schon früher wurde vom Autor auf die Ähnlichkeit zwischen aphasischer Paraphasie lind Versprechen hingewiesen.) „Man kann geradezu sagen, daß die Arbeitsweise des psychischen Apparates, die wir mittels der Psychoanalyse feststellen, auch die Arbeitsweise des Körpers und der primitiven Hirnapparate sein muß … So erscheint … der körperliche Himapparat als Ausfüllung, als starr gewordenes psychisches Leben (hier nähert sich der Autor der Auffassung Bergsons in ‚Schöpferische Entwicklung’, d. Ref.), und die organische Struktur wird von der Psyche her am besten verständlich.“ Die Hirnapparate sind Sammler, Verteiler psychischer Energien, ebenso wie das verdrängte Erlebnis. Der Autor selbst faßt diese Arbeit als Vorarbeit auf, zur „Einordnung der Freudschen Erkenntnisse in eine allgemeine Theorie der Natur.“

Dr. W. Reich (Wien).

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