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Radó, S. (1926). Das ökonomische Prinzip der Technik. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(1):15-24.

(1926). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 12(1):15-24

Das ökonomische Prinzip der Technik

Sándor Radó

1. Hypnose und Katharsis

Unser Interesse an der zielbewußten Fortbildung der analytischen Technik verlangt die eingehende Untersuchung und theoretische Würdigung der Phänomene, die sich in der Behandlung abspielen. Wir haben aufzuklären, wie das angewendete Verfahren mit dem beobachteten Erfolge zusammenhängt, was seine wirksamen Faktoren sind und auf welchem Wege dieselben ihre Wirkung entfalten.

In diese Aufgabe vertieft, merkt man aber bald, daß unsere heute ausgeführten Behandlungen für ein solches Studium keinen bequemen Angriffspunkt bieten. Die „empirisch vorwärtstastende“ Technik der Psychoanalyse hat bereits eine Entwicklungsstufe erreicht, die den Analytiker zu hohen ärztlichen (und erzieherischen) Leistungen befähigt. ihn aber dafür in die kompliziertesten Kursituationen versetzt, die sich nicht leicht zerlegen und übersichtlich darstellen lassen. Wir werden also nach einem Hinweise Freuds gern den Vorteil ergreifen, den die vergleichende Heranziehung früherer psychotherapeutischer Techniken für unsere Absicht verspricht. Diese Verfahren haben bei bescheidenerem Aufgebot und begrenzteren Möglichkeiten gute Dienste getan und ihre Brauchbarkeit als Träger des Fortschritts erwiesen. Ich meine hier die großen historischen Etappen der Technik, die gemeine Hypnose, die kathartische Hypnose Breuers, die wache Katharsis Freuds, beziehungsweise die „Symptomanalyse“, die bereits den Anfang der eigentlichen Psychoanalyse bildet.

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