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Reich, W. (1927). Schneider, Prof. Dr., Kurt: Die abnormen seelischen Reaktionen (Handbuch der Psychiatrie, Deuticke, 1927).. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(3):344.
    

(1927). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(3):344

Schneider, Prof. Dr., Kurt: Die abnormen seelischen Reaktionen (Handbuch der Psychiatrie, Deuticke, 1927).

Review by:
W. Reich

Bei aller Anerkennung der Verdienste, die sich die klassifizierende Psychiatrie bei der Abgrenzung von Zustandsbildern erworben hat, muß man staunen, wie wenig den Autoren, die die ursprünglich wertvolle Arbeit Kraepelins fortsetzen, die Fruchtlosigkeit ihrer endlosen Klassifikationen bewußt wird. Die Oberflächlichkeit dieser Arbeit, die vorwiegend darin besteht, daß Klassifizierungsergebnisse anderer Autoren wieder klassifiziert werden, daß man endlos Meinungen und Ansichten wiedergibt, eine vager und der Wirklichkeit fremder als die andere, kann man sehen, wenn die Autoren sich mit Problemen befassen, die dem Psychoanalytiker geläufig sind, also etwa mit der Angst (S. 15): „Daß manche Formen des Pavor nocturnus, dessen Literatur man bei Epstein findet, auf … Reaktionen auf nicht bewußte Traumerlebnisse … zurückgehen, dürfte am wenigsten Widerspruch finden, wenn man auch die mitwirkende Rolle von adenoiden Vegetationen, die durch Behinderung der Atmung zu einer Kohlensäureintoxikation führen (Rey199), für das Da -sein mancher Fälle, namentlich kindlichen Pavors, nicht leugnen wird.“ Die Angstneurose gehe namentlich auf schuldhafte Erlebnisse zurück. Dann heißt es wieder: „Bekanntlich hat dann Freud … die sexuelle Ätiologie der Angstneurose vertreten. Im einzelnen war seine Deutung eine schwankende: teils hat er den Ursprung der Angst im Geburtsakt, teils in Sexualscheu und unbefriedigter Sexualität gesehen … Ganz neuerdings hat Freud seine Anschauungen über die Angst wieder gewandelt und in seine Metapsychologie vom ‚Ich und Es‘ eingebaut.“

Auf 34 Seiten werden in dieser Art die Ergebnisse von 271 (!) zum Teil sehr umfangreichen Arbeiten und Büchern kritisch zusammengestellt. Der Nutzen ist fraglich und wiegt keineswegs die Verwirrung auf, die gestiftet wurde.

W.

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