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Alexander, F. (1928). Der neurotische Charakter: Seine Stellung in der Psychopathologie und in der Literatur. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):26-44.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):26-44

Der neurotische Charakter: Seine Stellung in der Psychopathologie und in der Literatur

Franz Alexander

Vortrag auf dem X. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß zu Innsbruck am 1. September 1927

Meine Damen und Herren! Die in der letzten Zeit öfters betonte Bestrebung in der Psychoanalyse, die Gesamtpersönlichkeit des Kranken zu erfassen, ist geradezu eine Grundbedingung jedes Verstehens und jeder therapeutischen Bemühung bei jener Gruppe von pathologischen Persönlichkeiten, bei denen das Krankhafte sich nicht in umschriebenen Symptomen äußert, sondern die in ihrer gesamten Lebensführung in typischer Weise von der Norm abweichen. Im Gegensatz zu den echten Neurotikern sind diese Kranken Menschen der Tat, ihr Leben verlauft im Gegensatz zu den meistens so inaktiven Neurotikern dramatisch. Eines der charakteristischen Grundmerkmale der Neurosen, die autoplastische Art der Triebbefriedigung, fehlt ihnen häufig vollständig. Das, was wir seit Freuds Formulierung als einen Wesenszug der Neurose betrachten, daß ein ichfremder Triebanspruch nur eine Ersatzbefriedigung in der Form des Symptomes erhält, gilt für diese Gruppe von Menschen ganz und gar nicht. Diese handeln, leben ihre Triebe aus, auch die ichfremden, asozialen Tendenzen, und trotzdem sind sie nicht wirkliche Kriminelle. Gerade weil ein Teil ihrer Persönlichkeit dieses triebhafte Ausleben verurteilt, wenn er es auch nicht beherrschen kann, unterscheidet sie von der mehr homogenen, eindeutig asozialen Persönlichkeit der Kriminellen. Merkwürdige, gegen sich selbst gerichtete Handlungen, ein irrational erscheinender Selbstzerstörungsdrang zeugt nur zu klar für das Vorhandensein der inneren Selbstverurteilung. Das andere Charakteristikum der Neurose, der seelische Konflikt, und zwar ein unbewußter Konflikt zwischen zwei heterogenen Teilen der Persönlichkeit, ist also bei dieser Gruppe deutlich vorbanden.

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