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Klein, M. (1928). Frühstadien des Ödipuskonfliktes: Vortrag auf dem X. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß zu Innsbruck am 3. September 1927. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):65-77.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):65-77

Frühstadien des Ödipuskonfliktes: Vortrag auf dem X. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß zu Innsbruck am 3. September 1927

Melanie Klein

Meine Damen und Herren!

Ich bin in meinen Kinderanalysen, insbesondere in denen drei- bis sechsjähriger Kinder, zu einer Reihe von Feststellungen gekommen, die ich hier zusammenfassen werde.

Ich habe wiederholt darauf hingewiesen, daß der Ödipuskomplex früher am Werke ist, als angenommen wurde und habe in meiner letzten Arbeit „Die psychologischen Grundlagen der Frühanalyse“ darüber genauere Angaben gemacht. Ich kam dort zum Ergebnis, daß die durch die Entwöhnung von der Mutterbrust auferlegte Versagung die Ödipusstrebungen auslöst und daß diese Ende des ersten und anfangs des zweiten Lebensjahres einsetzen. Verstärkend wirken die analen Versagungen. die dem Kinde aus der Reinlichkeitsgewöhnung erwachsen. Nun kommt der anatomische Geschlechtsunterschied bestimmend zu Worte.

Der Knabe geht, aus der oralen und analen Position in die genitale gedrängt, zu den mit dem Besitz des Pensis verbundenen Tendenzen des Eindringens über. Er wechselt also sowohl die Libidoposition als deren Tendenz, und kann demzufolge das gleiche Liebesobjekt beibehalten. Das Mädchen aber übernimmt die Tendenzen des Aufnehmens aus der oralen Position in die genitale, behält also auch beim Wechsel der Libidoposition die gleiche Tendenz, die schon vorher bei der Mutter zur Enttäuschung führte. Auf diese Art wird das Mädchen zum Aufnehmenwollen des Penis gedrängt, es wendet sich dem Vater als Liebesobjekt zu.

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