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Kirschner, L. (1928). Analyse einer Konversionshysterie in vorgerücktem Lebensalter: Aus dem „Technischen Kolloquium“ am „Berliner Psychoanalytischen Institut“. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):98-110.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):98-110

Analyse einer Konversionshysterie in vorgerücktem Lebensalter: Aus dem „Technischen Kolloquium“ am „Berliner Psychoanalytischen Institut“

Lotte Kirschner

In der psychoanalytischen Literatur wird häufig auf die Schwierigkeit der Indikationsstellung bei älteren Personen hingewiesen. Wie schwerwiegend der Beginn einer Analyse im höheren Alter ist, zeigte mir ein Fall, den ich aus diesen Gründen veröffentlichen möchte.

Es handelt sich um eine kurz vor der Menopause stehende unverheiratete Patientin, die wegen konversionshysterischer Symptome — Sprach- und Gehstörung — zur Behandlung kam. Über diese Symptome werde ich später eingehend berichten. Die Patientin, die mit einer ebenfalls unverheirateten, zirka zwei Jahre jüngeren Schwester zusammenlebte, war akut im Anschluß an die Erörterungen erkrankt, die sich auf einen eventuellen Verkauf des den Schwestern gehörenden Grundbesitzes bezogen.

Die Überlegungen, aus denen heraus ich die Indikation für eine Analyse gegeben fand, waren folgende: Meine Patientin, ein überdurchschnittlich intelligenter Mensch von starker Vitalität und Fähigkeit, Interessen zu haben und sie auch gegebenenfalls zu verwerten, lebte in außerordentlich schlechten Beziehungen zu ihrer Schwester; das Problem ihres Lebens schien mir zu sein: Wie kam es, daß sie, auf deren Seite Intelligenz, Produktivität und Leistungsfähigkeit lagen, sich völlig von der wesentlich unbedeutenderen Schwester niederdrücken ließ und daß sie infolgedessen ihre Befähigung zur Selbständigkeit nicht ausnützen konnte, sondern ihre Kraft in dauernden Reibereien mit ihrer Schwester verbrauchte? Ich hoffte, durch die Analyse eine Lösung der sehr starken Fixierung an die Schwester herbeiführen zu können und ihr dadurch die Möglichkeit zu geben, die freigewordene Kraft für sich nutzbringender und befriedigender zu verwerten.

Aus der Anamnese ist folgendes zu erwähnen: Pat. stammt aus einer alt eingesessenen ostpreußischen Familie. Der Vater der Pat., der sich aus kleinen Anfängen emporgearbeitet hatte, kaufte später einen größeren Grundbesitz in der nächsten Umgebung des Städtchens, in dem sie wohnten.

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