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Hartmann (1928). Lewin, Kurt: Vorsatz, Wille und Bedürfnis. Springer, Berlin 1920.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):113-114.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):113-114

REFERATE: Aus den Grenzgebieten

Lewin, Kurt: Vorsatz, Wille und Bedürfnis. Springer, Berlin 1920.

Review by:
Hartmann

Lewin hat mit dem vorliegenden Buch einen entscheidenden, vielleicht den entscheidenden Schritt innerhalb der Bestrebungen getan, die sich heute in der Richtung auf die wissenschaftliche Bewältigung der zentralen Tatsachen der Trieb- und Affektsphäre von den Grundpositionen der experimentellen Psychologie her allenthalben in der deutschen Psychologie regen. Die Theorie der Vornahmehandlung, der Nachweis der Verwandtschaft von Vornahmeakten und „Bedürfnissen“, die Darstellung der Rolle der „Aufforderungscharaktere“ und ihrer Beziehungen zu „Bedürfnissen“ und „Quasibedürfnissen“ (Nachwirkungen eines Vorsatzes), die Auffassung der Ersatzerledigungen und der Fixationen — das sind einige der Fragen, um die sich das originelle und durch Weite der Gesichtspunkte in der psychologischen Literatur hervorragende Buch Lewins bemüht. Gerade der Analytiker hat bei seiner Lektüre in ganz anderem Maße, als das sonst bei experimentell-psychologischen Arbeiten der Fall zu sein pflegt, den Eindruck des „tua res agitur“, ja manche Resultate und Formulierungen des Verfassers muten geradezu wie Antworten auf analytisch-theoretische Fragestellungen an.

Besonders in den theoretischen Vorbemerkungen über „die psychischen Kräfte und Energien und die Struktur der Seele“ finden sich Thesen und Schlußfolgerungen, hei denen man immer wieder feststellen muß: so ungefähr sagen wir das auch, nur mit ein bischen anderen Worten. Wie die Psychoanalyse wendet sich auch Lewin gegen die Überschätzung der phänomenologischen Daten für die Erkenntnis der seelischen Strukturen und setzt an ihre Stelle eine konsequent dynamisch-energetische Betrachtungsweise. Dabei legt er besonderes Gewicht auf die Notwendigkeit der Herausarbeitung bestimmter — relativ abgrenzbarer — seelischer Systeme und bestimmter Energiequellen — auch hier in Übereinstimmung mit den Lehren Freuds. Lewins Ziel, auch bei der Darstellung seelischer Zusammenhänge „zu einer differenzierteren Begriffsbildung auf dynamischem Gebiet überzugehen“, ist durch die Analyse tatsächlich weitgehend erfüllt.

Wenn

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