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Wulff, M. (1928). Bemerkungen über einige Ergebnisse bei einer psychiatrisch-neurologischen Untersuchung von Chauffeuren. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(2):237-242.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(2):237-242

Bemerkungen über einige Ergebnisse bei einer psychiatrisch-neurologischen Untersuchung von Chauffeuren

M. Wulff

In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch gemacht, einigen Tatsachen und Erscheinungen, die unerwarteterweise bei einer psychiatrisch-neurologischen Untersuchung von Chauffeuren in Moskau aufgedeckt worden sind, eine Erklärung zu geben. Die Untersuchung selbst wurde nicht von mir vorgenommen, sondern von Frau Dr. med. Tschernucha, einer nicht psychoanalytisch geschulten Nervenärztin. Es wurden nur die üblichen psychiatrisch-neurologischen, keine psychoanalytischen Untersuchungsmethoden angewandt. Dieser Umstand schützt vor dem üblichen Vorwurf, die Psychoanalytiker suchten und fänden überall nur das Sexuelle. In der Tat sind dabei hauptsächlich Tatsachen sexueller Natur, die in einer sonderbaren Weise mit Angstgefühlen und phobischen Symptomen verbunden waren, aufgedeckt worden. Die untersuchten 50 Chauffeure wurden von Dr. A. Tschernucha in drei Gruppen geteilt: Die erste Gruppe bildeten die Chauffeure, die ihren Beruf erst vier bis zehn Monate ausübten. Sie machten im ganzen nur 34 Prozent der Untersuchten aus, d. h. 17 Mann. Diese Leute litten alle an Angstgefühlen während der Fahrt. Bei 15 von ihnen war die Angst mit somatischen Erscheinungen verbunden: „Herzbeklemmung“, Herzklopfen, Erröten des Gesichtes, Hitzegefühle im ganzen Körper, Schweißausbrüche. Außerdem traten in zehn Fällen in Verbindung mit der Angst sonderbare Empfindungen in der Sexualsphäre auf: eine unbestimmte angenehme Empfindung in der Richtung vom Herz zu den Genitalien, „wie beim Schaukeln“, Erektionen, Ejakulationen, in zwei Fällen Harndrang.

Die zweite Gruppe hatte eine Arbeitszeit von ein bis anderthalb Jahren hinter sich und umfaßte 42 Prozent der Untersuchten, nämlich 21 Mann. Von vier Mann waren im Untersuchungsmaterial überhaupt keine Angaben über ihr Sexualleben zu finden. Das kann aber weder etwas für noch gegen diese Befunde sagen: Die sexuelle Frage tauchte nämlich — wie gesagt —während der Untersuchung ganz unerwartet auf; zu Beginn der Arbeit wurden daher noch keine diesbezüglichen Details verzeichnet und keine speziellen Fragen darüber gestellt. Erst die Untersuchten selbst haben durch ihre Klagen die Aufmerksamkeit des Arztes auf diese Tatsachen gelenkt.

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