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Simmel, E. (1928). Die psychoanalytische Behandlung in der Klinik: Erweiterte Fassung eines auf dem X. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß zu Innsbruck am 3. September 1927 gehaltenen Vortrags. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(3):352-370.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(3):352-370

Die psychoanalytische Behandlung in der Klinik: Erweiterte Fassung eines auf dem X. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß zu Innsbruck am 3. September 1927 gehaltenen Vortrags

Ernst Simmel

Es ist der besondere Vorzug psychoanalytischer Indikationsstellung, daß sie uns mit der Diagnose gleichzeitig ein sicheres Prognostikon für unser therapeutisches Bemühen an die Hand gibt. Wir wissen, daß stufenweis gesteigerte Schwierigkeiten uns erwarten, je nachdem wir es mit einer Hysterie, einer Zwangsneurose, einer narzißtischen Neurose oder gar einer Psychose zu tun haben. Das Maß der diesen Krankheitsbildern zugrunde liegenden Regressionen und der dadurch bedingte Umfang einer stattgehabten Libidoaufsplitterung ermöglicht uns Rückschlüsse auf Länge, Mühe und Aussichten unseres therapeutischen Weges. Wir nennen danach eine Neurose „leicht“, je näher sie dem Übertragungs typus, „schwer“, je näher sie dem narzißtischen Typus steht.

Und doch begegnen uns nicht selten Kranke, denen wir unsere Hilfe bisher versagen müssen, ganz unabhängig davon, ob es sich — im psychoanalytischen Sinne gesehen — um „leichte“ oder „schwere“ Fälle handelt. Wir können ihre Kur nicht in Angriff nehmen oder müßten sie vorzeitig abbrechen, weil sie in einem anderen Sinne, nämlich allgemein klinisch zu „schwer“ krank sind. — Das Symptombild derartiger Neurosen hat entweder infolge ihres zeitlich langen Bestandes, bzw. ihrer unzweckmäßigen Behandlung eine Ausdehnung erfahren, die den Kranken in einen ausgesprochenen asozialen Zustand geraten ließ. Der Hysteriker wie auch der Zwangsneurotiker solchen Grades kann z. B. durch die Unaufhörlichkeit seiner Angstzustände bzw. deren Äquivalente, durch die Ausbreitung seiner phobischen Sicherungen, seines Zwangszeremoniells eine immer mehr zunehmende Einengung seines persönlichen Aktionsradius erfahren, die ihn praktisch nicht weniger realitätsunfähig macht als den Psychotiker.

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