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Laforgue, R. (1928). Überlegungen zum Begriff der Verdrängung. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(3):371-374.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(3):371-374

Überlegungen zum Begriff der Verdrängung

R. Laforgue

Es soll im folgenden an Hand eines theoretischen Beispieles spekulativ untersucht werden, ob und inwieweit man die Skotomisation als gelungene oder mißlungene Verdrängung betrachten kann. Zu dem Zweck nehmen wir den Fall einer Frau, die den Tod ihres Kindes, also eine reale Tatsache, nicht akzeptiert, diese Tatsache, wie wir in diesem Fall sagen möchten, skotomisiert, indem sie ein Stück Holz nimmt und es ständig pflegt, als wäre es ihr Kind, das ihr der Tod entrissen hat. Inwieweit darf man hier sagen, die Frau verdränge die Realität? Und ist diese Verdrängung eine geglückte zu nennen, da es ihr augenscheinlich gelingt, die unangenehme Tatsache vollkommen vom Bewußtsein auszuschließen?

Wäre es so, so stünden wir vor der paradoxen Tatsache, daß in unserem Falle eine gelungene Verdrängung (der Realität) etwas Pathologisches zur Folge hätte, während wir sonst in der Neurosenlehre gewohnt sind, das Pathologische als das Resultat einer mißlungenen Verdrängung anzusehen.

Man kann sich nun den Tatbestand, daß der Tod des Kindes, also ein Stück Realität, nicht akzeptiert wird, dadurch erklären, daß die Frau wünscht, ihr Kind möge noch am Leben sein. Aber man könnte sich auch vorstellen, daß die Frau die Realität nicht akzeptiert, weil diese Realität die Erfüllung von Todeswünschen wäre, die sie früher einmal gegen das Kind gehabt und selbst längst verdrängt hätte, so daß die „Verdrängung“ der Wirklichkeit eigentlich nur ein gegen das Es gerichtetes „Nachdrängen“ wäre. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, hätten wir es also in unserem Beispiel tatsächlich mit einer „geglückten Verdrängung“ zu tun.

Wir glauben jedoch, daß wir noch auf eine weitere Möglichkeit hinweisen müssen.

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