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Gerő (1928). Gebsattel, V. E.: Zeitbezogenes Zwangsdenken in der Melancholie. Der Nervenarzt, I. Jg. H. 5, Berlin, 1928.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(3):415-416.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(3):415-416

Gebsattel, V. E.: Zeitbezogenes Zwangsdenken in der Melancholie. Der Nervenarzt, I. Jg. H. 5, Berlin, 1928.

Review by:
Gerő

Bruchstücke aus der Krankengeschichte einer Melancholikerin werden mitgeteilt, in deren Mittelpunkt melancholische Phantasien über das Vergehen der Zeit und zwanghaftes Registrieren des Zeitablaufes stehen. Nach dem Verfasser ist eine bestimmte Wandlung des Zeiterlebnisses typisch für die Melancholie und geradezu der Schlüssel zu ihrem Verständnis. Ausgehend aus einer treffenden Beobachtung Schelers, daß die Zeit normalerweise als Werdendes erlebt wird, als offener Horizont der Zukunft, die vor uns steht, zeigt Verfasser bei der Melancholie die Umkehrung der Zeitrichtung von der Zukunft in die Vergangenheit. Die Erklärung dieses veränderten Zeiterlebnisses sucht Gebsattel darin, daß der Werdedrang des Melancholikers durch die endogene Hemmung gefesselt ist, seine Triebe, Energien sind gehemmt, das aktive, zielsetzende, nach vorwärts gerichtete Verhalten gestört. Die Zeit wird ihm nicht gegliedert in Phasen, bestimmt durch Vornahme — Durchführung — zum Ziele kommen der Handlungsverlaufe, sondern nur das Unerfüllte, Unausgenützte, das leere Verfließen wird erlebt. Doch der Werdedrang ist nur gehemmt, nicht ausgelöscht, daher die Spannung, der Konflikt, der sich in dem Sachverhalt der Melancholie ausdrückt. Das Zwanghafte in dem Symptomkomplex der Melancholie, im mitgeteilten Falle der Registrierung der verfließenden Zeit, wird aus dieser Spannung begreiflich.

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