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Hartmann (1928). Frank, Ludwig: Die psychokathartische Behandlung nervöser Störungen. Leipzig, Thieme, 1927, 208 Seiten.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(4):539.

(1928). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(4):539

Frank, Ludwig: Die psychokathartische Behandlung nervöser Störungen. Leipzig, Thieme, 1927, 208 Seiten.

Review by:
Hartmann

In dem vorliegenden Buch gibt F. zusammenfassend Bericht über seine Erfahrungen mit der kathartischen Behandlung neurotischer — oder, wie er sagt, thymopathischer — Zustände. Er erklärt zwar, daß die Katharsis nicht der einzige Weg der Therapie sein könne, sondern lediglich eine Methode neben anderen, steckt aber praktisch ihren Anwendungsbereich erstaunlich weit ab. Das wirkende Prinzip der Katharsis ist ja aus den Hysteriestudien von Breuer und Freud allgemein bekannt; auch F. definiert es als „das Wiederbewußtwerden und Durchleben der aus verschiedenen Ursachen im Unterbewußten aufgespeicherten Affekterregungen“. Er nimmt die Behandlung in einem Bewußtseinszustand vor, der zwischen Schlaf und Wachen die Mitte hält. Das Eintreten des „passiven Zustandes“ wird erleichtert durch Fixieren der Augen des neben dem Patienten „sitzenden oder knienden“ Arztes; es ist begleitet von Veränderungen der Herz- und Atmungstätigkeit. Diesen Vorgang bezeichnet F. als „psychokathartische Reaktion“. Nur in einem bestimmten Grade des passiven Zustandes ist das wirksamste therapeutische Moment, das Wiedererleben der affektgeladenen Erinnerungen, möglich. Nicht bei allen Patienten kommt es übrigens zu einem szenischen Wiedererleben, das Abreagieren ist aber auch ohne szenische Reproduktion möglich. Die Sitzung wird dann als beendigt angesehen, wenn Atmung und Herztätigkeit wieder normal geworden sind. Das kann eine Viertelstunde, aber auch bis zu drei Stunden dauern. An die Katharsis kann sich eine Selbstbehandlung (Autokatharsis) anschließen, die nach Ansicht des Autors vor allem bei neurasthenischen Zuständen erfolgreich ist. Der Darstellung der Methode läßt der Autor eine Übersicht über ihre Anwendung bei den verschiedensten Formen neurotischer Erkrankungen folgen; hier findet sich manche interessante Beobachtung. Eine prinzipielle Auseinandersetzung mit den Anschauungen F.'s ist hier um so weniger notwendig, als die in diesem Buche vorgetragenen Ansichten, in allen wesentlichen Punkten schon in dem früheren, längst bekannten Werke des Verfassers über „Affektstörungen“ enthalten sind.

Hartmann

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