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Hitschmann (1929). Hollós, István: Hinter der gelben Mauer. Von der Befreiung der Irren. Hippokrates‐Verlag, Stuttgart, 1928.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(1):139-140.

(1929). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(1):139-140

REFERATE: Aus der psychoanalytischen Literatur

Hollós, István: Hinter der gelben Mauer. Von der Befreiung der Irren. Hippokrates‐Verlag, Stuttgart, 1928.

Review by:
Hitschmann

Während sonst im Berufspsychiater unter dem Einfluß der Psychoanalyse eine langsame Amalgamierung abläuft, eine zu langsame, kommt es in der in beiden Wissenschaften so versierten Persönlichkeit von Hollós zu einer Explosion! Ihm geht es nicht nur um die Wissenschaft, ihm geht es auch um die Menschlichkeit. Er widmet dieses Buch „der Schulpsychiatrie in ehrlicher Gegnerschaft“.

In gemeinverständlicher Form, in gefälligen kleinen Aufsätzen entrollt der Verfasser die Entsetzlichkeiten einer typischen Provinz‐Irrenanstalt, der Einlieferung und Absperrung, der Zwangsjacke und des Wärterelends mit den Wärtern, denen das Irrenwarten nur Zufallsberuf ist. Angst vor den Gewalttaten der Irren bedrückt ihn nicht, denn er beruft sich auf seine Erfahrung: „Je mehr Freiheit wir den Kranken gaben, desto weniger Schauertaten ereigneten sich.“ Die Psychoanalyse, die hier eindrucksvoll in ihren Hauptzügen dargestellt wird, ist das Heil auch für die Irren. „Geisteskrankheit ist Rückzug“ (Regression). „Jeder hat im Kindesalter eine Urzeit durchlebt mit wunderbaren Allmächtigkeiten, halluzinatorischen Wunscherfüllungen, da man Gott, König und Held war. Wer diesen Traum verwirklichen kann, der ist ein Held, wer ihn beschreiben kann, ein Dichter, wer endgültig in diesen Traum zurücksinkt — ist der Geisteskranke … Ich habe nur ein Sehnen: den Geisteskranken zu befreien! Und dazu müßte man ihn verstehen.

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