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Searl, N. (1929). Die Flucht in die Realität. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(2-3):259-270.

(1929). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(2-3):259-270

Die Flucht in die Realität

N. Searl

Phantasien sind immer besser oder schlechter als die Realität — wohl eine Binsenwahrheit.

Dennoch könnten wir uns fragen, weshalb wir dazu neigen, wenn wir von ihnen sprechen, zuerst an die „Besser-als-die-Realität“, den Tagtraum-Typ, zu denken — ich hoffe durch diese Behauptung meine Kollegen nicht ins Unrecht zu setzen. Wir können uns auch fragen, warum in diesem Gedankenreich, wo das Lustprinzip uneingeschränkt herrscht, Angstphantasien die große Rolle spielen sollten, wie es tatsächlich der Fall ist. Die „Tagtraum“-Phantasie sagt: „Dies ist, was ich wünsche.“ Aber bei dem des „Schlechter-als-die-Realität“-Typ gibt es keine so einfache Formulierung. Diese Phantasien sind unter gar keinen Umständen das, was „ich“ wünsche: Sie sind unzweideutig das, was „ich“ nicht wünsche. Wenn sie sich in der Realität abspielten, würde „ich“ ernstlich geschädigt werden oder würde überhaupt aufhören zu existieren.

Ich möchte einige Lösungsversuche vorschlagen:

1.   Sie sind verkleidete Kastrationsphantasien. Aber dies ist offensichtlich keine Lösung und stellt uns sogar vor ein weiteres Problem: Warum sollte man eine Schreckphantasie durch eine noch schlimmere ersetzen? Ich denke insbesondere an Phantasien vom Gefressenwerden, vom Verbrennen, von völliger Zerstörung.

2.   Sie zeigen unzweifelhaft einen masochistischen Faktor. Der kleine Hans z. B. gibt durch seine Furcht, vom Pferd gebissen zu werden, seinen Wunsch nach einem sexuellen Biß vom Vater Ausdruck. Aber das erklärt durchaus nicht, warum der „erogene Masochismus“ im Ich die Angst auslöst, nicht etwa bloß verletzt, sondern auch völlig zerstört zu werden.

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