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Sharpe, E. (1929). Hamlets Ungeduld. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(2-3):329-339.

(1929). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(2-3):329-339

Hamlets Ungeduld

Ella Sharpe

Man zollt der hingebenden Arbeit des Führers der psychoanalytischen Bewegung in England vielleicht auf die schönste Weise einen Tribut, indem man den Weg verfolgt, den er uns gewiesen hat. Auf dem Gebiete der angewandten Psychoanalyse hat Ernest Jones uns an Werten schöpferischer Kunst neue Seiten aufgedeckt, die uns vor der Psychoanalyse unzugänglich gewesen sind. Sein Aufsatz über „Hamlet“ — der die von Freud herrührende Deutung dieser Dichtung aufnimmt und im Detail ausführt — beleuchtet klar und eindringlich den ungelösten Ödipuskomplex, der das fundamentale Problem in diesem Drama ist.

Zu diesem Thema bleibt nach seiner klaren Darstellung nichts mehr hinzuzufügen. Es wäre noch eine lohnende Aufgabe, in dem Drama die rückläufige Bewegung der Libido infolge Rückzuges von dem zentralen Ödipusproblem nachzuweisen. Das Studium der besonderen Natur der Regression läßt uns die Eigenheit Hamlets verstehen, welche die Ödipussituation in seinem Fall so besonders reizvoll und eigentümlich gestaltet. Das Problem seines Zögerns erhält durch die Annahme prägenitaler Fixierungen eine weitere Erklärung und die Sensibilität seines Charakters wird uns verständlicher.

Hamlets Tragödie liegt meines Erachtens nicht in seinem Zögern, sondern im Gegenteil, in seiner Ungeduld. Das gilt ebenso, wenngleich mutatis mutandis, von Romeo und Julia, Othello, König Lear. In entscheidenden Momenten zeigen die Helden dieser Stücke eine Ungeduld, eine Überstürztheit im Handeln, die das Leben über sie hereinbrechen läßt. Sie können nicht warten.

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