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Bally (1929). Weizsäcker, Viktor von: Kranker und Arzt. Junker und Dünnhaupt, Verl., Berlin 1929.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(4):543-545.

(1929). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(4):543-545

REFERATE: Aus der psychiatrisch-neurologischen Literatur

Weizsäcker, Viktor von: Kranker und Arzt. Junker und Dünnhaupt, Verl., Berlin 1929.

Review by:
Bally

Die Therapie ist so lange ohne tiefere Problematik, als der Patient durchaus mit ihr einig geht. Erst im Augenblick, in dem sich in ihm ein Widerstand gegen die Behandlung zeigt, öffnen sich jene Probleme, denen dieser Vortrag gilt. Der Arzt kann in einem solchen Fall zweierlei tun. Er kann dem Patienten seine Hilfe mit den ihm zur Verfügung stehenden Gewaltmitteln aufzwingen. Er kann aber auch den Widerstand des Kranken mit als „krankhaften“ Faktor in Rechnung ziehen. In diesem Moment erscheint das Leiden in einem neuen Licht. Seine Problematik dehnt sich über den Ort der Symptomäußerung auf den gesamten Menschen, auf seine Bewußtseinseinstellung, ja, über diese hinaus auf sein biologisches Sein aus. Ja, W. verwirft auch noch den Begriff des Biologischen als zu eng. Er spricht von einer anthropologischen Auffassung der Krankheit.

Ihre Erfassung ist mit den naturwissenschaftlichen Methoden nicht möglich. Nicht weil diese falsch wären. Sie erfassen aber nur einen Ausschnitt des Gesamtgeschehens und haben darum engere Grenzen, als der naturwissenschaftlich eingestellte Arzt glauben möchte. Sie stehen im Dienste eines bewußten objektiven Zwecks, und es ist durchaus nicht ausgemacht, daß der Gesamtorganismus mit diesem einig gehen muß. Ja, er kann es oft nicht, selbst wenn das Bewußtsein es anstrebt.

Das Mittel, durch das der Arzt befähigt ist, über das Symptom hinaus jenes anthropologische Krankheitsbild zu erfassen, ist die Liebe.

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