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Steiner, M. (1930). Die Bedeutung der femininen Identifizierung für die männliche Impotenz: Vortrag auf dem XI. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Oxford, Juli 1929. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(1):35-42.

(1930). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(1):35-42

Die Bedeutung der femininen Identifizierung für die männliche Impotenz: Vortrag auf dem XI. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Oxford, Juli 1929

Maxim. Steiner

Ein Sexualarzt, der im Laufe der Jahre viele hunderte Fälle von männlicher Impotenz gesehen hat, bekommt mit der Zeit eine gewisse Erfahrung und wird je nach seiner Einstellung zu gewissen Gesichtspunkten gelangen, die es ihm ermöglichen, den jeweils vorliegenden Fall in eine bestimmte Gruppe einzuordnen, vornehmlich um Anhaltspunkte für die Prognose und für das therapeutische Vorgehen zu gewinnen. Er wird dann, geleitet von diesem vorwiegend praktischen Gesichtspunkte, verschiedene Gruppen von Fällen unterscheiden können, beginnend von den leichtesten, die nur geringfügige Störungen zeigen, bis zu den schwersten, bei denen es sich um ganz ausgesprochene Schädigungen der Arbeits- und Genußfähigkeit handelt. Betrachten wir nun diese Fälle vom Standpunkte des Analytikers, so sind nur diese letzteren, wo die Potenzstörung ein Teilsymptom einer gewöhnlich schweren Neurose darstellt, für die richtige klassische Kur geeignet. Die ersteren sind weder geneigt, sich einer solchen Behandlung zu unterziehen, noch wäre es auch ratsam, sie bei ihnen durchzuführen, wenn sie dazu bereit wären. Ich wenigstens hätte dabei das Gefühl, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

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