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Lorand, A.S. (1930). Fetischismus in statu nascendi: Vortrag auf dem XI. Internationalen Psychoanalytischen Kongreβ in Oxford, Juli 1929. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(1):87-94.

(1930). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(1):87-94

KASUISTISCHE BEITRÄGE

Fetischismus in statu nascendi: Vortrag auf dem XI. Internationalen Psychoanalytischen Kongreβ in Oxford, Juli 1929

A. S. Lorand

Meine Freundschaft mit den Eltern eines kleinen vierjährigen Knaben ermöglichte es mir, ihn genauer zu beobachten. Als einziges Kind bildete er den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und das Objekt überzärtlicher Liebe von seiten des Vaters und der Mutter sowie von Verwandten und Freunden des Hauses. Die Beobachtungen, die ich an ihm machen konnte und die ich Ihnen vorbringen möchte, werden Ihnen nichts Neues bieten, da ja die praktische Ausübung der Psychoanalyse die Möglichkeit gewährt, frühkindliche Erlebnisse ähnlicher Art des öfteren zu rekonstruieren. Ich will meine Beobachtungen auch nur als bestätigendes Material für Freuds jüngste Ausführungen über den Fetischismus, erschienen 1928, vorbringen.

Ich möchte eine kurze Lebensgeschichte des kleinen Jungen vorausschicken, damit der Zusammenhang zwischen seinen Symptomen und den vorangegangenen Erlebnissen verständlicher werde.

Harry war frühreif und entwickelte sich sehr rasch. Sein Interesse und seine Neugier allen Dingen gegenüber war sein hervorstechendster Charakterzug und konnte durch alle Phasen seiner Entwicklung deutlich verfolgt werden. Es trat zutage in zahllosen Fragen über alle möglichen Personen und Dinge. Dieser Fragedrang wurde sehr eingeschränkt im Alter von ungefähr vier Jahren, als er zu versuchen begann, sich Dinge selbst vorzustellen, wie z. B. Bedeutung von Ziffern, Worten usw. Er war gerade vier Jahre alt, als ich eine merkwürdige Gewohnheit bei ihm wahrnahm, die ich gleich schildern will und die er schon seit einigen Monaten übte. Sie bestand darin, daß er die Schuhe von Freundinnen seiner Mutter streichelte und küßte, aber nur von solchen, die er besonders gern hatte. Auch versuchte er, unter den Tisch zu kriechen, wenn Freundinnen der Mutter bei Tisch saßen. Wenn intimere Freundinnen der Mutter zu Gast waren, trachtete er, ihre Röcke zu heben und darunter zu schauen.

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