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Fenichel (1930). Maylan, Charles E.: Freuds tragischer Komplex. Eine Analyse der Psychoanalyse. München, Ernst Reinhardt, 1929.. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(1):141-145.

(1930). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(1):141-145

REFERATE: Aus den Grenzgebieten

Maylan, Charles E.: Freuds tragischer Komplex. Eine Analyse der Psychoanalyse. München, Ernst Reinhardt, 1929.

Review by:
Fenichel

Soweit der Leser diesem „eigenartigen“ Buche, wie es der Autor selbst nennt (S. 3), einen wesentlichen Gedankengang entnehmen kann, lautet dieser ungefähr folgendermaßen: Die Psychoanalyse sei eine wichtige methodologische Entdeckung. Sie sei aber bis heute unzulänglich geblieben. Sie könnte und sollte „den letzten Schritt zur Freiheit tun“ (S. 8), d. h., es fehlen ihr die Wertsetzungen, „der verlorene Anschluß an ein geistiges Ganzheitsprinzip“ (S. 13); sie sei nicht „in den höchsten Dienst“ „eingespannt“, „in den Dienst am ewigen Leben des Menschen und nicht nur der niedersten Bedürfnisse seiner Leidenschaften“ (S. 16). Diese unklare, aber nach Maylan vornehmste Aufgabe habe sie aus Feigheit vor ihren eigenen Konsequenzen bisher nicht erfüllt. Sie harre eines zukünftigen „Erlösers“, für den sich Maylan selbst zu halten scheint. — Schuld daran aber sei die subjektive Unzulänglichkeit ihres Schöpfers, die „Unerwachsenheit“ Freuds (S. 14). Diese soll durch eine „Analyse“ Freuds bewiesen werden. Diese „Analyse“, die der Autor als „psychologische Ganzheitsschau“ (S. 15) durchführt, bringt ihm die Entdeckung, daß Freud einen Ödipuskomplex habe. Aus Freuds unbewußter Ambivalenz gegenüber seinem Vater folge, daß die Psychoanalyse ein Haßgebilde, ein Rachewerk sei, bestimmt, die Herrschaft der jüdischen Rasse über alle anderen aufzurichten.

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