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Nunberg, H. (1930). Die synthetische Funktion des Ich: Nach einem Vortrag auf dem XI. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Oxford, Juli 1929. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(3-4):301-318.

(1930). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(3-4):301-318

Die synthetische Funktion des Ich: Nach einem Vortrag auf dem XI. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Oxford, Juli 1929

H. Nunberg

Nach der Hypothese Freuds ist das Ich ein Teil des an der Oberfläche differenzierten Es. Im Es sind Strebungen aufgestapelt, die auf die Objekte der Außenwelt gerichtet, zur Vereinigung mit ihnen und dadurch zur Entstehung eines neuen Lebewesens führen. Diese libidinösen Strebungen schreiben wir dem Eros im Sinne Freuds zu. Die tägliche Erfahrung lehrt, daß auch im Ich eine ähnliche bindende und vereinigende, allerdings etwas anders geartete Kraft vorhanden ist. Hat dieses doch die Aufgabe, zwischen der Innen- und Außenwelt zu vermitteln und die Gegensätze innerhalb der Persönlichkeit auszugleichen. Daraus ergibt sich eine gewisse Übereinstimmung zwischen den Strebungen des Es und denen des Ich. Diese Übereinstimmung bewirkt ein harmonisches Zusammenarbeiten aller psychischen Kräfte.

Die vollkommenste psychische Harmonie herrscht vielleicht in den allerersten Lebensabschnitten, wo jede Regung des Es sich unmittelbar im Ich auswirkt (Ideal-Ich). Die ersten Störungen dieses Zustandes dürften sehr frühzeitig auftreten, wahrscheinlich mit der ersten Bedürfnisspannung und dem Ausbleiben der Befriedigung.

Die psychische Harmonie, die wohl dem Zustande im „Ideal-Ich“ entspricht, wird später durch die Entwicklung des Über-Ich und der Realitätsanpassung gestört. Je mehr Macht diese über das Ich gewinnen, um so energischer stellen sie sich der bis dahin uneingeschränkt herrschenden Tendenz des Ich entgegen, jeden Triebanspruch des Es sofort in Aktion umzusetzen und der Befriedigung zuzuführen. Nur gewisse, ichgerechte Strebungen werden zur Befriedigung zugelassen, andere abgewiesen.

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