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Reich, W. (1930). Über kindliche Phobie und Charakterbildung. Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(3-4):353-362.

(1930). Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(3-4):353-362

Über kindliche Phobie und Charakterbildung

Wilhelm Reich

Der klinische Alltag stellt uns vor die Aufgabe, uns mit dem Problem der von Freud so benannten „narzißtischen Schranke“ auseinanderzusetzen. Darunter verstehen wir in der Psychoanalyse die Summe der Schwierigkeiten, die sich von seiten des Narzißmus des Kranken unseren Bemühungen entgegenstellen. Ohne klare theoretische Einsicht in die Herkunft und aktuelle Funktion der Formation, die wir als narzißtische Schranke bezeichnen, läßt sich schwer ein Weg zu ihrer Überwindung finden. Vor therapeutischem Optimismus durch die harten Erfahrungen und Mühen unserer Arbeit an seelisch Kranken gefeit, dürfen wir behaupten, daß uns gerade die therapeutischen Fragen die wertvollsten und fruchtbarsten wissenschaftlich-psychologischen Fragestellungen ermöglichen. Setzt doch die therapeutische Arbeit gerade das Verständnis der Bewegung und Dynamik im Seelischen voraus. So zwingt auch hier das technische Problem der narzißtischen Schranke zum Studium der charakterologischen Reaktionen.

In zwei Arbeiten („Über Charakteranalyse“ und „Der genitale und der neurotische Charakter“, Int. Ztsch. f. PsA., 1928 und 1929) wurde eine prinzipielle Klärung der einschlägigen Fragen versucht. Zur ausführlichen klinisch-kasuistischen Begründung bedarf es eines breiteren Raumes, als im Rahmen eines Zeitschriftaufsatzes zur Verfügung steht. Was dort allgemein theoretisch formuliert wurde, soll hier zum Teil klinisch belegt und weiter ausgeführt werden.

Der Grundgedanke der genannten theoretischen Arbeiten war, daß wir die narzißtische Schranke in der Praxis als „Mauer“ oder „Panzer“ zu spüren bekommen, an denen unsere Deutungen und therapeutischen Beeinflussungen abprallen, wenn es uns nicht gelingt, den narzißtischen Panzer des Patienten selbst analytisch zu zerlegen und durch Deutung seiner sinnvollen Arbeitsweise zu lockern.

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